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Zum Thema »Triggerwarnungen«

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Ende Mai las ich einen Artikel über sogenannte Triggerwarnungen, von dem ich durch den einleitenden Satz »wer sie inflationär benutzt, verwässert die Idee« dachte, er würde in etwa auf das eingehen, was mir auch seit einiger Zeit durch den Kopf geht. Bereits nach drei Absätzen driftete er allerdings in eine Richtung ab, mit der ich persönlich nichts anfangen kann und die mich auch ziemlich geärgert hat.

Noch mehr ärgert es mich allerdings, dass dieser Artikel sowie eine »kritische Betrachtung der Triggerwarnungen« im deutschen Wikipedia-(Mini-)Eintrag als einzige weiterführende Weblinks angeführt werden, denn damit stehen dort nur zwei negative Referenzen zu einer sinnvollen Sache.

Bevor ich jedoch weiter schreibe, auch von meiner Seite ein paar Erläuterungen:

Ich bin 100% für Triggerwarnungen! Ach was, 110%! Im Folgenden will ich meinen Beitrag zur »Debatte« um die Triggerwarnungen leisten, welche ich nur am Rande mitbekommen habe, bis ich das heute mal gegoogelt habe. Erschreckend! Daher mein Senf dazu, warum ich (Trigger-)Warnungen wichtig finde, mit Erklärungen, was sich hinter Triggerwarnungen eigentlich verbirgt, weil das oft ausgelassen wird.

Ich werde hier Wörter, die eventuell triggern könnten, im Schriftbild verändern – ich kenne aber nicht alle problematischen Wörter und kann nicht für hundertprozentige Sicherheit garantieren! Außerdem werde ich diesen Eintrag gliedern, falls eine*r nur Teile davon lesen will.

Ich möchte unter 1) anhand von harmlosen und vermutlich bekannten Beispielen verdeutlichen, wie es sich anfühlen kann, wenn eine Erinnerung unerwartet ausgelöst (engl.: triggered) wird, um danach kurz auf den Begriff »Trigger« einzugehen, wie er in Bezug auf Triggerwarnungen – zumindest ursprünglich – gedacht ist.

Unter 2) will ich auf die Aussagen des bei Wikipedia verlinkten Artikels »Trigger Warnings and Splats« eingehen, weil ich es nicht verstehen kann, wieso ausgerechnet sowas dort verlinkt sein muss. (Ich selbst habe es vor zwei Jahren aufgegeben, bei Wikipedia zu editieren, da ich dort nur schlechte Erfahrungen gemacht habe.)

Danach möchte ich unter 3) mein oben angesprochenes Problem mit dem Begriff »Triggerwarnung« kurz darlegen (welches sich auch auf Punkt 1 beziehen wird) – oder vielleicht ist es auch gar kein Problem in dem Sinne? Offen für Diskussion und Lösungsansätze! :)

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/wɪðˈaʊt ˈɪŋɡlɪʃ ɡoʊz ˈnʌθɪŋ/ – Ohne Englisch geht nix?

Eigentlich regt mich oben genanntes Phänomen schon eine ganze Weile auf, aber nachdem lantzschi heute einen interessanten Artikel über Buffy, die »Attraktive Antikapitalistin« verlinkt hat, wollte ich doch mal kurz meinen Unmut äußern. Dieser wurde nicht vom Artikel hervorgerufen, sondern allein vom letzten Absatz:

Zuletzt fragt Buffys kleine Schwester: »What are we gonna do now?« Die schlichte Antwort darauf ist eine lächelnde Buffy.

Ah ja. Mir fallen allein spontan zehn Leute meines näheren Umfeldes ein, die darüber jetzt gestolpert wären, weil sie selbst ein simples »Was machen wir jetzt?« auf Englisch einfach nicht verstehen würden. Eine deutsche Wochenzeitung berichtet auf Deutsch über eine Serie, die auf Deutsch auf einem deutschen Sender in Deutschland ausgestrahlt wird… wozu muss dieser letzte Satz dann im Originalton zitiert werden? Erfüllt das einen Zweck, der sich mir nicht erläutert?

Grundsätzlich möchte ich festhalten, dass ich absolut nichts gegen die englische Sprache habe! Ich kann von mir selbst behaupten, sie relativ fließend zu beherrschen, lese englische Bücher grundsätzlich im Original und bevorzuge ebenso englische Serien und Filme im Original – im Falle von »Buffy« hat die deutsche Übersetzung, die ich folgenweise gesehen habe, mich in dieser Hinsicht auch noch mal bestätigt. Dennoch fand ich das englische Zitat im Text äußerst unangepasst, und obwohl ich gerade keine Links vorweisen kann, ist mir eine solche Vorgehensweise – also das unübersetzte Einstreuen von englischen Zitaten, Phrasen oder Ähnlichem – in letzter Zeit immer häufiger aufgefallen (unter anderem auch in Malte Weldings Buch »Frauen und Männer passen nicht zusammen – auch nicht in der Mitte«).

Aber: Längst nicht jede_r Deutsche beherrscht die englische Sprache, das sollte nicht vergessen werden! Vielleicht wird es in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren mal so sein (auch wenn ich dies bezweifle), aber im Moment ist es jedenfalls nicht so. Also Schluss mit diesem Quatsch, liebe Journalist_innen, Autor_innen, Fernseh- und Radiomoderator_innen!

So. Eigentlich war dies alles gar nicht das, worüber ich eigentlich schon seit einer ganzen Weile schreiben wollte, aber gerade bin ich zu müde, um weiterzumachen. Lasse das also erst mal so stehen, weil ist ja mein Blog und so. ;) Werde das Thema der englischen Sprache aber demnächst noch mal aufgreifen…

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