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Nachtrag zum »Friend-Zone«-Rant

Kommentare seit Oktober 2012 geschlossen.

Mein Eintrag Nein heißt NEIN! – oder: »Friend-Zone« my Ass! hat wohl ein bisschen die Gemüter erhitzt, wie ich an 15 30 50+ 70+ nicht freigeschalteten Kommentaren und endlosen Twitter-Diskussionen feststellen musste. Damit sich die Gemüter vielleicht etwas beruhigen, sage ich noch mal kurz ein paar erklärende Worte dazu:

Das ganze war ein »Rant« (so ist es auch gelabelt), keine lang und mühsam durchdachte Hausarbeit. Klar habe ich hier und da etwas polemisch geschrieben. Ich habe aber meine Auffassung der Begriffe klargestellt und mich dabei auf bestimmte Links und Memes bezogen, die oft wiederum hässliche Kommentare unter sich stehen haben, bei denen mir das Frühstück wieder hochkommt.

Apropos »Frühstück« – dieses Wort definieren wir auch alle unterschiedlich, und so gibt es natürlich auch unterschiedliche Auffassungen von »Friend-Zone«. Meine habe ich mehr als deutlich gemacht. Auch schrieb ich mehr als einmal, dass und warum ich »ein Problem mit diesen Memes« und dem damit transportierten Bild habe und nicht, wie mensch die Problematik des unglücklichen Verliebtseins besser angehen könnte. (Woher soll ich das auch wissen?) Auch habe ich die Begriffe nicht des Wissens wegen gegoogelt, sondern um zu gucken, was denn so in den Top 10 kommt.

Ansonsten, weil so viele Mimimi-du-hast-mich-nicht-freigeschaltet-Kommentare hier eingeflattert sind: auch, wenn ich hier rante, heißt das noch lange nicht, dass ihr das bei mir tun könnt. Schreibt doch eure eigenen Blog-Einträge dazu. Auch Kommentare, in denen »aber alle Frauen«, »das ist nun mal so«, »in der Biologie«, »Feministinnen sind«, »Pick-Up-Irgendwas« etc. schalte ich nicht frei, da ich dem nicht zustimme und keine Lust auf Krieg in der Kommentarspalte habe. Wie gesagt, schreibt eure eigenen Blog-Einträge – Pingbacks schalte ich schon eher frei als teilweise seitenlange Kommentare, warum ihr das alles ganz anders seht und ich mal wieder runterkommen soll.

So, und nun habe ich eigentlich genug Zeit dafür verschwendet, etwas zu schreiben, was sich beim Lesen des ersten Beitrags schon geklärt haben sollte. Ich werde mir auch weiterhin vorbehalten, Kommentare stark zu moderieren, denn das ist hier mein gutes Recht. (Und tagsüber habe ich eh keine Zeit dafür.)

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Nein heißt NEIN! – oder: »Friend-Zone« my Ass!

Kommentare seit Oktober 2012 geschlossen.

Ich habe vorgestern einen ganz bösen Fehler gemacht: ich habe den Begriff »Friend-Zone« gegoogelt und bin sofort auf so viele Texte gestoßen, dass ich gar nicht so viel essen konnte, wie ich mich erbrechen wollte. (Sollte eine_r von euch mal zuviel gespeist und davon Magenschmerzen haben, könnt ihr als Abführmittel mal hier oder hier reinlesen.) Die verlinkten Texte sind nur zwei der Beispiele, die mich bei Google gleich auf der ersten Seite ansprangen. Viel mehr von diesem Scheiß erhielt ich in letzter Zeit über verschiedene Bilderseiten, die ich gerne besuche, was bei mir zu stetig steigendem Unwohlsein geführt hat. Die Aussage, die hinter Memes wie diesem, diesem, diesem oder überhaupt all diesen steht, ist frauenverachtender, als es auf den ersten Blick vielleicht scheinen mag.

Das Konzept der Friend-Zone wird bei Wikipedia folgendermaßen zusammengefasst:

Die Friend-Zone (englisch »Friend zone« = Freundeszone) oder auch Friendship-Zone bezeichnet die soziale Einordnung eines Menschen – meist eines Mannes – als guten Freund. Durch die Einordnung wird der Person die Möglichkeit verwehrt, eine Liebesbeziehung zu beginnen, da der Partner ihn lediglich als Freund und nicht als potenziellen Liebhaber anerkennt. Die Beziehung wird auf der Freundschaftsebene weitergeführt, während der Partner die Aufmerksamkeit des Freundes genießt, jedoch die Möglichkeit hat, sich anderen Menschen zuzuwenden.

Nicht nur, dass sowas überhaupt einen Platz auf Wikipedia gefunden hat, finde ich furchtbar, sondern auch die ekelhaften Formulierungen, die der kurze Text enthält:

Die »soziale Einordnung«, die »die Möglichkeit verwehrt, eine Liebesbeziehung zu beginnen« klingt, als würde hier einem Mann – denn es geht in den Memes zu >90% um Männer – der Besitz(!) einer Frau verweigert werden, obwohl er doch bereits seinen Anspruch(!!) angemeldet hatte. Irgendwie hält die Frau ihn aber an einer ominösen Leine bei sich in der Nähe und quält(!!!) ihn pausenlos damit, dass sie sich gleichzeitig mit anderen Männern vergnügt. Meist ist besagter Mann ein sogenannter (selbsternannter?) NiceGuy™, also ein »zu netter« Mann, der sich nicht als Macho gebärdet, die Frau aber (deshalb) an einen solchen verliert.

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So lange, wie ich hier nicht mehr gebloggt habe (musste leider der Uni den Vorzug geben), werde ich mich heute mal ganz langsam herantasten und zunächst nichts schreiben, sondern nur einige Bilder vom gestrigen Berliner SlutWalk zeigen, die ich ab und zu mit dem Handy geschossen habe. Kommentieren möchte ich sie mit dem jeweils ersten Satz aus Online-Artikeln der gängigen Massenmedien, um zu zeigen, dass die Journalist(_inn?)en offenbar auf einer anderen Demo waren als ich.

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