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Perfektionismus: Substantiv, m

Eigentlich ist das gar nicht der Blogeintrag, den ich seit nunmehr einer Woche plane, aber noch immer nicht zu Papier zu Tastatur gebracht habe. Aber er passt, denn oben genanntes Wort ist genau der Grund, warum ich eben dies nicht bisher tat.

Ich bin extrem perfektionistisch! Nicht mehr in gesundem Maße, sondern in einem, mit dem ich irgendwann mich selbst kaputt machen werde, wenn ich es nicht schaffe, dem etwas entgegenzusetzen. Ich habe Ansprüche an mich selbst, die ich nicht halten kann, sei es im universitären, im Arbeits- oder im Privatleben.

Das wirkt sich auch auf mein Bloggen aus, denn ich habe mindestens ein Dutzend Ideen zu Einträgen, die ich alle nicht schreibe, aus Angst, einen Punkt zu vergessen, etwas missverständlich zu formulieren, das wichtigste Buch / die bekannteste These / den akademischen Diskurs zum Thema nicht zu kennen. Und. Und. Und.

Meist will ich auch noch x-mal etwas umformulieren. Ein besseres Wort finden. Einen Satz grammatikalisch ändern, obwohl er in beiden Formen nicht richtiger oder falscher wäre. Völlig irrelevant und einfach nur zeitraubend.

Es fällt mir zudem schwer, bei Kommentaren zu erkennen, ob meine Aussage kritisiert wird oder ich als Person »angegangen« werde. Bzw.: der Tonfall mancher Kommentator*innen deutet an, dass diese sich darüber selbst nicht ganz im Klaren zu sein scheinen. Daher werde ich in Zukunft alle Kommentare erst nachträglich freischalten, selbst wenn das eine Diskussion zeitlich verzögern könnte. Hassgedöhns wird zudem auf Hatr.org landen (die 59 nicht freigeschalteten Kommentare zum »Friend-Zone«-Rant bleiben eventuell davon verschont, einfach, weil ich diese Kackscheiße gar nicht noch mal lesen möchte).

Ich werde versuchen, mehr und kürzere Einträge zu machen. Ich »muss« schließlich nicht alles abdecken, dazu ist die Kommentarspalte da. Im Gegensatz zu meinen Hausarbeiten bekomme ich hier ja keine Noten.

Ob ich das Vorgenommene einfach so hinkriege, weiß ich nicht. Aber ich plane, gleich morgen den Eintrag zu machen, den ich für diesen hier erst mal verworfen hatte. Ich wünsch mir Erfolg! :)

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Kleiner Jahresrückblick 2011

»1000 mal berührt«

»Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?«

In letzter Zeit schwirren mir immer wieder Gedankenfetzen über Identitäten und Selbstbezeichnungen durch den Kopf. Ausgelöst wurde dies durch den Blogeintrag Helfen Identitäten? Es wird persönlich von Bäumchen und weiter angekurbelt durch die (leider nicht mehr online verfügbare) Dokumentation Meine Seele hat kein Geschlecht sowie durch den Text Aneignung und Subversion. von Nadine Lantzsch. Einige meiner Gedankenfetzen sind vermutlich noch nicht ganz schlüssig, aber ich schreibe sie jetzt einfach mal nieder. (Ich hoffe inständig, euch nicht mit irgendwas davon auf die Füße zu treten! Falls doch, sagt es mir bitte, und wenn es nur ein Link oder so ist.)

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Alles nicht so einfach…

Die Themen des SlutWalks lassen mich auf verschiedene Weise nicht mehr los, und ich musste meine Gedanken der letzten Tage einfach mal aufschreiben… wollte das erst nicht veröffentlichen, aber andererseits habe ich dieses Verhalten ja auch schon einigen hier Mitlesenden gegenüber an den Tag gelegt und mich hinterher dafür sehr schlecht gefühlt. [Kommentare sind deaktiviert – keine Macht den Trollen und so!]

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