Aktiv(istisch) genug, um Feminist_in zu sein?
Geschrieben von - 04.10.2011
Gestern Abend war ich Zuhörerin einer Diskussion, die sich »Perspektiven feministischer Organisierung nach dem Slutwalk« nannte. Dies ist der Text zum Event:
In den letzten 15, 20 Jahren war Feminismus gewissermaßen einerseits in Richtung systemintegratives gender mainstreaming und andererseits Solidarität mit Trans- und Intersexuellen verschoben.
Ohne sowohl die Notwendigkeit einer solchen Solidarität als auch die Notwendigkeit des Kampfes um Reformen auch unter den gegebenen Bedingungen zu bestreiten, ist doch festzustellen, dass beides dazu führte, dass revolutionärer Feminismus wie auch die revolutionäre Linke im allgemeinen weitgehend von der politischen Bühne verschwand und klassische feministische Themen wie Männergewalt gegen Frauen, Hausarbeitsverteilung in den Hintergrund rückten.
Die Slutwalks bedeuten gegenüber einer solchen Entwicklung einen politischen Einschnitt von historischer Tragweite: Das Geschlechterverhältnis zwischen Männern und Frauen ist zurück auf der politischen Tagesordnung!
Die männerfreundliche Strategie des ‚Allen wohl und niemandem weh’, die sowohl in der Rhetorik von gender mainstreaming als auch von deutscher queer politics artikuliert wird, wird von jeder Vergewaltigung einer Frau durch einen Mann; durch jedes Klo, das ein Mann sich zu putzen weigert; durch jeden Cent, den ein Mann mehr verdient als eine Frau; durch jede Frau, der durch einen Mann das Wort abgeschnitten wird, als illusorisch erwiesen.
Wir wollen bei der Veranstaltung diskutieren, ob es möglich ist, diesen neuen feministischen Impuls der Slutwalks jenseits von Kampagnenpolitik und event-hopping zu verstetigen und organisatorische Verbindlichkeit zu geben.
Abgesehen davon, dass diese Diskussion überhaupt keine war, sondern gleich zu Beginn völlig unstrukturiert aus dem Ruder lief und die Vertreterin der FrauenLesben-Gruppe AMIGA gegen Ende sogar mit diskriminierenden Aussagen aufwartete, hätte ich wohl den Text etwas genauer lesen sollen, um festzustellen, dass »revolutionärer Feminismus« sowieso nicht meins ist, weil ich nicht politisch aktiv bin. Nichtsdestotrotz hätte es ja eine spannende Veranstaltung werden können.
Podcast ist fertig.
Geschrieben von - 30.08.2011
Er ist sogar schon länger bei bisexualitaet.org online – ich hab nur vergessen, es auch hier zu posten. Es konnten leider nicht alle eure Fragen beantwortet werden bzw. wurden am Ende doch rausgeschnitten, weil es einfach zu sehr vom eigentlich Thema abwich. Vielleicht ergibt sich da irgendwann mal ein anderer Podcast draus. :)
Viel Spaß beim Hören.
Adventure Game »Geheimakte Sexismus«?
Geschrieben von - 24.08.2011
Ich habe soeben das Adventure Game »Geheimakte 2: Puritas Cordis« nach Beginn von Kapitel 2 wütend beendet, weil ich die Sprüche der Charaktere nicht mehr ertragen konnte. ò_ó Unglaublich viel Macho-Gelaber und noch mehr Sexismus, der mir trotz der einigermaßen spannenden Story echt die Geschichte vermiest hat.
Alles nicht so einfach…
Geschrieben von - 18.08.2011
Die Themen des SlutWalks lassen mich auf verschiedene Weise nicht mehr los, und ich musste meine Gedanken der letzten Tage einfach mal aufschreiben… wollte das erst nicht veröffentlichen, aber andererseits habe ich dieses Verhalten ja auch schon einigen hier Mitlesenden gegenüber an den Tag gelegt und mich hinterher dafür sehr schlecht gefühlt. [Kommentare sind deaktiviert – keine Macht den Trollen und so!]
Wir machen einen 2. Bi-Podcast
Geschrieben von - 17.08.2011
Jetzt hätte ich beinahe vergessen, das auch hier anzukündigen, auweia. ^^;
Deef und ich machen am kommenden Samstag noch mal einen Podcast, diesmal zu dritt. Alles Weitere dazu steht auf bisexualitaet.org. Wir freuen uns über Fragen jeglicher Art und werden uns große Mühe geben, diese am kommenden Samstag zu beantworten. Sobald der Podcast hochgeladen ist, werde ich ihn natürlich wieder auch hier verlinken.
SlutWalk Berlin: Gesamteindruck
Geschrieben von - 16.08.2011
Detaillierteres über den Berliner SlutWalk habe ich auf bisexualitaet.org geschrieben. Das Thema kreist aber noch immer sehr in meinen Gedanken, vielleicht schreibe ich also in ein paar Tagen hier noch was dazu. Mal sehen.
SlutWalk Berlin: 1. Eindruck
Geschrieben von - 14.08.2011
So lange, wie ich hier nicht mehr gebloggt habe (musste leider der Uni den Vorzug geben), werde ich mich heute mal ganz langsam herantasten und zunächst nichts schreiben, sondern nur einige Bilder vom gestrigen Berliner SlutWalk zeigen, die ich ab und zu mit dem Handy geschossen habe. Kommentieren möchte ich sie mit dem jeweils ersten Satz aus Online-Artikeln der gängigen Massenmedien, um zu zeigen, dass die Journalist(_inn?)en offenbar auf einer anderen Demo waren als ich.
Neue Kommentarpolitik
Geschrieben von - 26.05.2011
Ich wollte in meinem Blog Kommentare eigentlich immer ohne vorherige Sichtung und Genehmigung zulassen, aber auf Grund der Troll-, Mansplaining und Spamkommentare, die in den letzten Wochen zugenommen haben, beschränke ich dies jetzt auf jene, die hier bereits vorher schon mal kommentiert hatten (nehme mir aber heraus, auch nachträglich was zu löschen). Alle anderen Kommentare müssen von mir zukünftig erst freigeschaltet werden, was i. d. R. innerhalb von 24 Stunden passieren sollte. (Ich glaube, diese Einstellung greift auch, falls ihr zwar schon mal kommentiert hattet, aber eine neue E-Mail-Adresse verwendet.)
Außerdem habe ich gestern auf schmerzliche und dennoch hilfreiche Weise lernen müssen, dass ich aufhören muss, mich in einer Art innerem »Zugzwang« zu fühlen, was das schnelle Beantworten von Kommentaren betrifft. Ich habe mir bisher nicht so ganz bewusst gemacht, dass einige Kommentare mich eher zum Nachdenken anregen oder mir bisher nicht bedachte Sichtweisen zeigen sollen und gar nicht unbedingt zu einer Konversation auffordern. Das hier ist ein Blog und kein E-Mail-Verkehr oder gar eine F2F-Unterhaltung, also gelten hier andere »Regeln« und ich muss nicht innerhab eines Zeitraumes X darauf eingehen.
Wenn ich also nicht zurückkommentiere (Verständnisfragen u. ä. beantworte ich natürlich), soll das nicht heißen, dass ich die Antwort nicht gelesen habe – ganz im Gegenteil! Ich freue mich definitiv auch weiterhin über Kommentare. :)
Auch das GenderCamp ist kein Ponyhof…
Geschrieben von - 24.05.2011
Nun liegt das GenderCamp bereits eine Woche zurück; höchste Zeit also, darüber zu berichten. Was das GenderCamp überhaupt ist, habe ich auf bisexualitaet.org zusammengefasst; ebenso könnt ihr auf der offiziellen Webseite Generelles und auf dem Dokumentationsblog Spezielles dazu nachlesen.

Der folgende Beitrag wird extrem lang werden, weil ich versuche, keine Gedanken zu unterschlagen. Mehr von diesem Artikel lesen
Kampf der Emotionen
Geschrieben von - 12.05.2011
In weniger als 24 Stunden geht’s auf zum GenderCamp, wo ich viele mir bereits über Twitter »bekannte« oder gar schon zuvor getroffene Menschen treffen und hoffentlich über viele spannende Themen diskutieren werde. Ich freue mich! Ich bin neugierig! Ich bin wissensdurstig! Und ich empfinde zunehmende Panik…







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