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	<title>Puzzlestücke</title>
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		<title>Nachtrag zum »Friend-Zone«-Rant</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 11:18:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>»Paula«</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mein Eintrag Nein heißt NEIN! – oder: »Friend-Zone« my Ass! hat wohl ein bisschen die Gemüter erhitzt, wie ich an 15 30 50+ nicht freigeschalteten Kommentaren und endlosen Twitter-Diskussionen feststellen musste. Damit sich die Gemüter vielleicht etwas beruhigen, sage ich noch mal kurz ein paar erklärende Worte dazu: Das ganze war ein »Rant« (so ist es [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=puzzlestuecke.wordpress.com&amp;blog=18600372&amp;post=1444&amp;subd=puzzlestuecke&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Mein Eintrag <a title="Nein heißt NEIN! – oder: »Friend-Zone« my Ass!" href="puzzlestuecke.wordpress.com/2012/01/11/nein-heist-nein-oder-friend-zone-my-ass/" target="_blank">Nein heißt NEIN! – oder: »Friend-Zone« my Ass!</a> hat wohl ein bisschen die Gemüter erhitzt, wie ich an <s>15</s> <s>30</s> 50+ nicht freigeschalteten Kommentaren und endlosen Twitter-Diskussionen feststellen musste. Damit sich die Gemüter vielleicht etwas beruhigen, sage ich noch mal kurz ein paar erklärende Worte dazu:</p>
<p style="text-align:justify;">Das ganze war ein »Rant« (so ist es auch gelabelt), keine lang und mühsam durchdachte Hausarbeit. Klar habe ich hier und da etwas polemisch geschrieben. Ich habe aber <em>meine</em> Auffassung der Begriffe klargestellt und mich dabei auf bestimmte Links und Memes bezogen, die oft wiederum hässliche Kommentare unter sich stehen haben, bei denen mir das Frühstück wieder hochkommt.</p>
<p style="text-align:justify;">Apropos »Frühstück« – dieses Wort definieren wir auch alle unterschiedlich, und so gibt es natürlich auch unterschiedliche Auffassungen von »Friend-Zone«. Meine habe ich mehr als deutlich gemacht. Auch schrieb ich mehr als einmal, dass und warum ich »ein Problem mit diesen Memes« und dem damit transportierten Bild habe und nicht, wie mensch die Problematik des unglücklichen Verliebtseins besser angehen könnte. (Woher soll ich das auch wissen?) Auch habe ich die Begriffe nicht des Wissens wegen gegoogelt, sondern um zu gucken, was denn so in den Top 10 kommt.</p>
<p style="text-align:justify;">Ansonsten, weil so viele Mimimi-du-hast-mich-nicht-freigeschaltet-Kommentare hier eingeflattert sind: auch, wenn <em>ich</em> hier rante, heißt das noch lange nicht, dass ihr das bei mir tun könnt. Schreibt doch eure eigenen Blog-Einträge dazu. Auch Kommentare, in denen »aber alle Frauen«, »das ist nun mal so«, »in der Biologie«, »Feministinnen sind«, »Pick-Up-Irgendwas« <a title="Bild: Anti-Feminist-Bingo" href="http://www.flickr.com/photos/60292893@N00/2399314876/" target="_blank">etc</a>. schalte ich nicht frei, da ich dem nicht zustimme und keine Lust auf Krieg in der Kommentarspalte habe. Wie gesagt, schreibt eure eigenen Blog-Einträge – Pingbacks schalte ich schon eher frei als teilweise seitenlange Kommentare, warum ihr das alles ganz anders seht und ich mal wieder runterkommen soll.</p>
<p style="text-align:justify;">So, und nun habe ich eigentlich genug Zeit dafür verschwendet, etwas zu schreiben, was sich beim Lesen des ersten Beitrags schon geklärt haben sollte. Ich werde mir auch weiterhin vorbehalten, Kommentare stark zu moderieren, denn das ist hier mein gutes Recht. (Und tagsüber habe ich eh keine Zeit dafür.)</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://puzzlestuecke.wordpress.com/category/gesellschaft/'>Gesellschaft</a>, <a href='http://puzzlestuecke.wordpress.com/category/internet-2/'>Internet</a> Tagged: <a href='http://puzzlestuecke.wordpress.com/tag/internet/'>internet</a>, <a href='http://puzzlestuecke.wordpress.com/tag/klischees/'>klischees</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/puzzlestuecke.wordpress.com/1444/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/puzzlestuecke.wordpress.com/1444/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/puzzlestuecke.wordpress.com/1444/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/puzzlestuecke.wordpress.com/1444/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/puzzlestuecke.wordpress.com/1444/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/puzzlestuecke.wordpress.com/1444/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/puzzlestuecke.wordpress.com/1444/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/puzzlestuecke.wordpress.com/1444/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/puzzlestuecke.wordpress.com/1444/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/puzzlestuecke.wordpress.com/1444/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/puzzlestuecke.wordpress.com/1444/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/puzzlestuecke.wordpress.com/1444/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/puzzlestuecke.wordpress.com/1444/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/puzzlestuecke.wordpress.com/1444/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=puzzlestuecke.wordpress.com&amp;blog=18600372&amp;post=1444&amp;subd=puzzlestuecke&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Nominierung zur Bloggerin des Jahres 2011</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 15:21:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>»Paula«</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Cool! Darüber habe ich mir ja einen Keks gefreut. :) Danke! Alle Hintergrundinfos, die Nominierten und die Möglichkeit zur Abstimmung findet ihr bei der Mädchenmannschaft. Einsortiert unter:Internet, Puzzlestücke Tagged: internet, selbst<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=puzzlestuecke.wordpress.com&amp;blog=18600372&amp;post=1412&amp;subd=puzzlestuecke&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1413" title="Die Mädchenmannschaft sucht das &quot;Bloggermädchen2011&quot;" src="http://puzzlestuecke.files.wordpress.com/2012/01/bloggermaedchen2011_nominiert.png?w=472" alt="Nominierungsbild für das &quot;Bloggermädchen2011&quot;"   /></p>
<p style="text-align:justify;">Cool! Darüber habe ich mir ja einen Keks gefreut. :) Danke!</p>
<p style="text-align:justify;">Alle Hintergrundinfos, die Nominierten und die Möglichkeit zur Abstimmung findet ihr bei der <a title="Mädchenmannschaft.net: Bloggermädchen 2011" href="http://maedchenmannschaft.net/jetzt-abstimmen-fuer-die-bloggerin-des-jahres-2011/" target="_blank">Mädchenmannschaft</a>.</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://puzzlestuecke.wordpress.com/category/internet-2/'>Internet</a>, <a href='http://puzzlestuecke.wordpress.com/category/puzzlestucke/'>Puzzlestücke</a> Tagged: <a href='http://puzzlestuecke.wordpress.com/tag/internet/'>internet</a>, <a href='http://puzzlestuecke.wordpress.com/tag/selbst/'>selbst</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/puzzlestuecke.wordpress.com/1412/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/puzzlestuecke.wordpress.com/1412/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/puzzlestuecke.wordpress.com/1412/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/puzzlestuecke.wordpress.com/1412/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/puzzlestuecke.wordpress.com/1412/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/puzzlestuecke.wordpress.com/1412/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/puzzlestuecke.wordpress.com/1412/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/puzzlestuecke.wordpress.com/1412/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/puzzlestuecke.wordpress.com/1412/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/puzzlestuecke.wordpress.com/1412/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/puzzlestuecke.wordpress.com/1412/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/puzzlestuecke.wordpress.com/1412/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/puzzlestuecke.wordpress.com/1412/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/puzzlestuecke.wordpress.com/1412/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=puzzlestuecke.wordpress.com&amp;blog=18600372&amp;post=1412&amp;subd=puzzlestuecke&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Nein heißt NEIN! &#8211; oder: »Friend-Zone« my Ass!</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 15:11:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>»Paula«</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe vorgestern einen ganz bösen Fehler gemacht: ich habe den Begriff »Friend-Zone« gegoogelt und bin sofort auf so viele Texte gestoßen, dass ich gar nicht so viel essen konnte, wie ich mich erbrechen wollte. (Sollte eine_r von euch mal zuviel gespeist und davon Magenschmerzen haben, könnt ihr als Abführmittel mal hier oder hier reinlesen.) [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=puzzlestuecke.wordpress.com&amp;blog=18600372&amp;post=1321&amp;subd=puzzlestuecke&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Ich habe vorgestern einen ganz bösen Fehler gemacht: ich habe den Begriff »Friend-Zone« gegoogelt und bin sofort auf so viele Texte gestoßen, dass ich gar nicht so viel essen konnte, wie ich mich erbrechen wollte. (Sollte eine_r von euch mal zuviel gespeist und davon Magenschmerzen haben, könnt ihr als Abführmittel mal <a title="Englischsprachiger Artikel: How to Get Out of the Friend Zone (…and Into Her Pants)" href="http://www.tsbmag.com/friend-zone/" target="_blank">hier</a> oder <a title="Englischsprachiger Artikel: Avoid The Friend Zone" href="http://www.askmen.com/dating/curtsmith_150/162_dating_advice.html" target="_blank">hier</a> reinlesen.) Die verlinkten Texte sind nur zwei der Beispiele, die mich bei Google gleich auf der ersten Seite ansprangen. Viel mehr von diesem Scheiß erhielt ich in letzter Zeit über verschiedene Bilderseiten, die ich gerne besuche, was bei mir zu stetig steigendem Unwohlsein geführt hat. Die Aussage, die hinter <abbr title="Internet-Phänomen; Gedankeneinheit, die sich durch Kommunikation ihrer Träger vervielfältigt">Memes</abbr> wie <a title="Bild (englischsprachig)" href="http://d24w6bsrhbeh9d.cloudfront.net/photo/1527986_700b_v1.jpg" target="_blank">diesem</a>, <a title="Bild (englischsprachig)" href="http://static.fjcdn.com/pictures/Friend_ccd199_2830567.jpg" target="_blank">diesem</a>, <a title="Bild (englischsprachig)" href="http://1.bp.blogspot.com/-NPJXVxK7Ov8/TrF_g15-ofI/AAAAAAAALVQ/DxIA_4hhlU0/s1600/Epic%2BFriend%2BZone.jpg" target="_blank">diesem</a> oder überhaupt all <a title="Bilderreihe (englischsprachig)" href="http://knowyourmeme.com/memes/friend-zone-fiona/photos" target="_blank">diesen</a> steht, ist frauenverachtender, als es auf den ersten Blick vielleicht scheinen mag.</p>
<p style="text-align:justify;">Das Konzept der Friend-Zone wird bei <a title="Wikipedia-Eintrag: Friend-Zone" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friend-Zone" target="_blank">Wikipedia</a> folgendermaßen zusammengefasst:</p>
<blockquote><p>Die <strong>Friend-Zone</strong> (englisch »Friend zone« = <strong><em>Freundeszone</em></strong>) oder auch <strong>Friendship-Zone</strong> bezeichnet die soziale Einordnung eines Menschen – meist eines Mannes – als <strong><em>guten Freund</em></strong>. Durch die Einordnung wird der Person die Möglichkeit verwehrt, eine Liebesbeziehung zu beginnen, da der Partner ihn lediglich als Freund und nicht als potenziellen Liebhaber anerkennt. Die Beziehung wird auf der Freundschaftsebene weitergeführt, während der Partner die Aufmerksamkeit des Freundes genießt, jedoch die Möglichkeit hat, sich anderen Menschen zuzuwenden.</p></blockquote>
<p style="text-align:justify;">Nicht nur, dass sowas überhaupt einen Platz auf Wikipedia gefunden hat, finde ich furchtbar, sondern auch die ekelhaften Formulierungen, die der kurze Text enthält:</p>
<p style="text-align:justify;">Die »soziale Einordnung«, die »die Möglichkeit verwehrt, eine Liebesbeziehung zu beginnen« klingt, als würde hier einem Mann – denn es geht in den Memes zu &gt;90% um Männer – der Besitz(!) einer Frau verweigert werden, obwohl er doch bereits seinen Anspruch(!!) angemeldet hatte. Irgendwie hält die Frau ihn aber an einer ominösen Leine bei sich in der Nähe und quält(!!!) ihn pausenlos damit, dass sie sich gleichzeitig mit anderen Männern vergnügt. Meist ist besagter Mann ein sogenannter (selbsternannter?) <a title="Wikipedia-Eintrag: NiceGuy (englischsprachig)" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Nice_guy" target="_blank">NiceGuy</a>™, also ein »zu netter« Mann, der sich nicht als Macho gebärdet, die Frau aber (deshalb) an einen solchen verliert.</p>
<p style="text-align:justify;"><span id="more-1321"></span></p>
<p style="text-align:justify;">Dieses Konzept der Friend-Zone wird auch oft durch Filme und Serien transportiert, die offenbar nur zwei leicht voneinander abweichende Prinzipe kennen; das erste davon verläuft etwa wie folgt: die Frau sieht im NiceGuy™ erst wochen-/monate-/jahrelang nur einen Kumpel und fällt immer wieder auf Arschlöcher rein (also auf als Machos oder als stinkreiche Schnösel dargestellte Männer), bevor sie ihn als die EinzigWahreLiebe™ erkennt – oft hat er dafür auch IrgendwasTolles™ getan.</p>
<p style="text-align:justify;">Männer, die obige Memes entwerfen und/oder weiterverbreiten, scheinen sich in der Regel als einen solchen NiceGuy™ zu sehen, nur haben sie noch nicht dieses IrgendwasTolles™ geschafft und stecken daher in der Friend-Zone fest. (Das Konzept gibt es übrigens auch anders herum, nämlich mit Frauen in der Friend-Zone – doch müssen diese meist nicht IrgendwasTolles™ machen, sondern sich vom hässlichen Entlein in den schönen Schwan verwandelt, damit der Mann sie für voll nimmt. Ebenfalls ein großes Kackscheiße-Konzept, aber darum soll&#8217;s diesmal nicht gehen).</p>
<p style="text-align:justify;">Das zweite Prinzip kommt vor allem in Sitcoms vor – der Begriff »Friend-Zone« wurde angeblich auch von der Sitcom »Friends« geprägt – und lässt den NiceGuy™ für extrem-lange-bis-immer als Kumpel in dieser Friend-Zone stecken, während die begehrte Frau ständig an Arschlöcher gerät, sich mit diesen verwirft und sich bei NiceGuy™ ausheult. Danach rennt sie aber wieder zum nächsten Arschloch, während NiceGuy™ von seinen (meist männlichen) Freund_innen dafür ausgelacht wird, dass er inzwischen Bürgermeister der Friend-Zone ist, weil er einfach nicht IrgendwasTolles™ hinbekommt oder dies nicht von der Frau gewürdigt wird. In vielen Sitcoms bekommt der NiceGuy™ die Frau meist bis zum bitteren Ende nicht, oder nur mal zwischendurch (geht dann wieder schief wegen irgendeinem Arschloch-Mann), oder nur in der letzten Folge.</p>
<p style="text-align:justify;">Soweit völlig unrecherchiert und nur aus dem Bauch heraus zusammengefasst. Dass das Fernsehen nun nicht unbedingt das Abbild der Realität ist, sollten wir ja alle wissen; warum aber häufen sich seit Sommer 2011 diese »Friend-Zone«-Memes so krass, als wäre dies ein Dauerzustand und ernsthaftes Problem in unserer Gesellschaft?</p>
<p style="text-align:justify;">Klar gibt es unglückliches Verliebtsein, dem will ich ganz sicher nicht widersprechen. Ich weiß auch, wie Scheiße es ist, unerwidert verliebt zu sein und den_die Angebetene_n immer wieder sehen zu müssen. <strong>ABER DAFÜR GEBE ICH DOCH NICHT MEINEM GEGENÜBER DIE SCHULD!!!</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Genau das ist aber das Problem, das ich mit diesen Memes habe und das mir zunehmende Magenschmerzen: es ist immer der_die Angebetete Schuld, nicht der_die Verliebte. Im Fall fast aller Memes, die ich bisher gesehen habe, ist die Frau »die Böse« und der Mann »das Opfer« – daher werde ich weiterhin von dieser Ausgangslage schreiben, auch wenn das Konzept umgedreht oder auch auf gleichgeschlechtliche oder genderqueere Beziehungen angewendet werden kann.</p>
<p style="text-align:justify;">Die Schuldzuweisungen sind mannigfaltig; die »harmloseste« dabei ist, dass die Frau einfach nicht sieht, was für ein toller Mann er ist, obwohl er ihr doch ständig irgendeinen Gefallen tut. Sie trifft sich oft und gern mit ihm, sieht ihn aber trotzdem nur als Kumpel, was ihn zunehmend wurmt und ihn »friendzoned« fühlen lässt. Dieser Fall ist auch oft in Filmen zu beobachten, wo wir Zuschauenden zwar wissen, dass er, der sofort alles für sie stehen und liegen lassen würde, für sie Gefühle hat, er diese aber, aus welchen Gründen auch immer, ihr gegenüber nicht aussprechen will.</p>
<p style="text-align:justify;">Aber genau darin liegt ja das Problem! Unausgesprochenes ist eben genau das: <em>nicht ausgesprochen</em>! Davon auszugehen, dass sie seine Gedanken lesen kann oder die Liebe spürt, mit der er ihr eine Tasse Kaffee aufgebrüht hat, ist zumeist Wunschdenken. Entweder, er offenbart die eigenen Gefühle und guckt, was dabei rauskommt (vielleicht fühlt sie ja tatsächlich auch so!), oder er lässt es bleiben und leidet still, in ihrer Nähe oder im eigenen Kämmerlein, bis er irgendwann darüber hinweg ist. Klingt vielleicht alles unangenehm, aber so ist das Leben halt manchmal.</p>
<p style="text-align:justify;">Viel häufiger kommt es in den Memes aber vor, dass die Frau ganz genau weiß, wie es um die Gefühle des Mannes steht und ihn <em>trotzdem</em> weiterhin unter der Prämisse »aber nur als guten Kumpel« trifft. Dabei nutzt sie sein Verliebtsein aus und lässt ihn ständig irgendwelche netten Dinge für sich machen, lässt ihn aber trotzdem sofort eiskalt gegen eine Wand laufen, sowie er dafür eine Belohnung (in Form von Liebe, Beziehung und Sex) will.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>ENTSCHULDIGUNG?!</strong> Wieso bleiben die oh-so-lieben Männer stattdessen nicht einfach fern von der oh-so-bösen Frau, anstatt weiterhin 24/7 für sie da zu sein und zu hoffen? Sie hat doch in Bezug auf eine potentielle Liebesbeziehung ganz eindeutig NEIN gesagt! – Aber darin liegt das Problem, nicht wahr? Dieses eindeutige Nein (in lang: »Ich mag dich, aber nur als Freund.« oder »Ich empfinde leider nicht so wie du.«) wird ignoriert, nicht für voll genommen, als »vielleicht irgendwann mal« interpretiert. Und bis zu diesem ominösen Irgendwann-mal wird dem Mann halt »die Möglichkeit verwehrt, eine Liebesbeziehung zu beginnen«! Obwohl die Frau diese <strong>bereits ausgeschlossen</strong> hat, liegt die Schuldzuweisung 100% bei ihr! m(</p>
<p style="text-align:justify;">Dass Menschen im Zustand der Verliebtheit viele nette Dinge für den_die Angebetete_n tun, will ich gar nicht bezweifeln, mache ich auch – ja, auch, wenn ich bereits eine Abfuhr erhalten habe. Nur heißt das noch lange nicht, ich mir damit eine Beziehung erkaufen kann, gezahlt in Raten aus guten Taten. <strong>DAS GEHT NICHT!!</strong> Ich kann nicht IrgendwasTolles™ für andere tun und dann als Belohnung Sex erwarten! Weder vor noch nach einer Abfuhr.</p>
<p style="text-align:justify;">Wenn es zu sehr schmerzt, in der Nähe einer Person zu sein, die für mich nicht so empfindet wie ich für sie, dann bleibe ICH der Person fern. Und wenn ich dies nicht tue, dann muss ICH versuchen, mit meinen Gefühlen klarzukommen. Die andere Person hat sich bereits zur Lage geäußert und das Thema damit für sich beendet!</p>
<p style="text-align:justify;">Ein Nein gilt solange, bis es von der Person, die es ausgesprochen hat, in irgendeiner Form zurückgenommen wird! Auch, wenn die verneinende Person danach noch tage-/wochen-/monate-/jahrelang Single ist. Auch, wenn die verneinende Person sich als polyamorös bezeichnet – die »eine_r mehr oder weniger würde doch kaum einen Unterschied machen«-Einstellung ist ganz große Kackscheiße! Nein heißt NEIN und den Begriff der »Friend-Zone« verteidigen in meinen Augen nur Arschlöcher, die ein Nein schlichtweg nicht akzeptieren wollen.</p>
<p style="text-align:justify;">Oder ist es gar schlimmer? Erachten diese Arschlöcher generell alle (Single-)Frauen als fickbares Freiwild, das gefälligst in Bett zu springen hat, nachdem sie sich herabgelassen haben, mal eben nett zu ihnen zu sein? Ist das so? Ist für sie eine tatsächliche <em>Freundschaft</em> zwischen Mann und Frau nicht möglich? Denn den oben verlinkten Artikeln entnehme ich leider eine solche Einstellung, die mir auch in der Realität schon manchmal so begegnet ist. Für solche Arschlöcher <em>kann</em> ich es als Frau auch gar nicht richtig machen, denn entweder bin ich nett zu ihnen und »führe sie damit in die Irre« oder ich bin gleich von Anfang an abweisend und damit eine »dumme ignorante Schlampe«.</p>
<p style="text-align:justify;">Das sind O-Ton Beschuldigungen, die ich bereits erhalten habe und auf die auch ziemlich böse Erfahrungen folgten. Ich habe damals meine eigene Konsequenz gezogen und versuche daraus bis heute, bei hetero-/bisexuellen Männern sowie homo-/bisexuellen Frauen Zweisamkeit egal welcher Art zu vermeiden (vor allem an nicht-öffentlichen Orten), sei es Filmgucken, Kochen, Lernen oder was-weiß-ich. (<a title="Bild (englischsprachig)" href="http://img.creepyfrog.com/photos/introducing-friend-zone-phil-he-just-cant-catch-.jpg" target="_blank">Was übrigens nicht vermeidet, dass sich das Gegenüber als »friendzoned« sieht oder von anderen so gesehen wird.</a>) Auch, wenn ich eigentlich gerneZeit mit diesen Menschen verbringe, weil ich sie toll finde (ohne in sie verliebt zu sein). Selbst bei Gruppeneinladungen überlege ich zweimal und sehr genau, ob ich bestimmte (Single-)Personen mit einlade, aus Angst, sie könnten da etwas reininterpretieren. Es ist mir dabei auch ziemlich scheißegal, dass ich diese Menschen damit quasi unter Generalverdacht stelle oder anmaßend bin, anzunehmen, sie könnten ja vielleicht mehr als nur reine Freundschaft für mich empfinden. Wenn sie damit ein Problem haben, können sie sich bei zwei Arschlöchern aus meinem früheren Leben bedanken.</p>
<p style="text-align:justify;">Außerdem, was wäre die Alternative, um Friend-Zone-Beschuldigungen vorzubeugen? Die Menschen, in die ich nicht verliebt bin, bei denen ich aber glaube oder gar Angst habe, dass sie mehr empfinden könnten, nicht mehr angucken, ansprechen, anlächeln, berühren? Keinerlei Hilfe oder Gefallen von ihnen annehmen? Direkt nachfragen, ob mein Gegenüber in mich verliebt ist? Und dann? Bei einem Ja rausschmeißen? Bei einem Nein Glauben schenken oder von einer Lüge ausgehen? Wo soll das hinführen? Dass ich Visitenkarten mit dem Aufdruck »Nur Freund_innen, mehr nicht!« verteile bei allen Menschen, bei denen mir mein Bauchgefühl ziemlich schnell sagt, dass da null Anziehung vorhanden ist? Ist alles ziemlich unmöglich; das Einzige, was bleibt, ist, an keine Menschen zu geraten, die tatsächlich an das oben beschriebene Konzept der Friend-Zone glauben.</p>
<p style="text-align:justify;">Und jetzt hab ich keine Lust mehr, weiter darüber nachzudenken. Zum Abschluss hier eine positive (englischsprachige) <a title="Bild (englischsprachig)" href="http://delacroix.tumblr.com/post/15198606599" target="_blank">Antwort auf eines dieser dämlichen Memes</a>. :)</p>
<p style="text-align:justify;">Nachtrag: Habe über Twitter von <a title="Twitter: Nadine Lantzsch" href="https://twitter.com/#!/nlantzsch" target="_blank">@nlantzsch</a> gerade noch diesen tollen (ebenfalls englischsprachigen) <a title="Shakesville: What is a &quot;Nice Guy?&quot;" href="http://shakespearessister.blogspot.com/2007/12/explainer-what-is-nice-guy.html" target="_blank">Beitrag über den NiceGuy™ und warum er gar nicht so nett ist</a> zugeschickt bekommen. Sehr empfehlenswert!</p>
<p style="text-align:justify;"><em>Noch ein Nachtrag: Ich bekam auf diesen Artikel bereits mehrere unfreundliche <abbr title="eine_r kommt daher und behauptet, alles, was ich sage, ist falsch, denn er_sie sieht das anders und nur diese Meinung zählt">Mansplaining</abbr>-Kommentare, dass ich bitte auch auf die Gefühle der Männer Rücksicht nehmen solle und überhaupt sehr viel Männer- und Frauenverachtung betreiben würde blabla. Wenn ihr denkt, dass dies mein grundsätzliches Männerbild ist, kann ich euch nicht helfen. Ich rede alleinig von den Menschen (egal welchen Geschlechts), die solche Memes toll finden, zusammenbasteln und/oder weiterverbreiten. Also spart euch das hektische Nachluftschnappen, ich schalte das eh nicht frei.</em></p>
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		<title>Kleiner Jahresrückblick 2011</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 16:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>»Paula«</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gelebtes]]></category>
		<category><![CDATA[alltag]]></category>
		<category><![CDATA[identität]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist schon 2012! Wow. Die Zeit rast. Es wird das letzte Jahr unserer Welt sein, wenn wir den Maya Glauben schenken wollen&#8230; auch wenn ich ja eher an »Theorien« wie solche und ähnliche glaube: ;) Aber egal, was in Zukunft passieren wird, für mich war schon 2011 ein tolles Jahr! Es gab viele erste Male [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=puzzlestuecke.wordpress.com&amp;blog=18600372&amp;post=1305&amp;subd=puzzlestuecke&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Es ist schon 2012! Wow. Die Zeit rast. Es wird das letzte Jahr unserer Welt sein, wenn wir den Maya Glauben schenken wollen&#8230; auch wenn ich ja eher an »Theorien« wie solche und ähnliche glaube:</p>
<div id="attachment_1306" class="wp-caption aligncenter" style="width: 385px"><img class="size-full wp-image-1306 " title="Maya-Kalender-Comic" src="http://puzzlestuecke.files.wordpress.com/2012/01/maya_kalender.jpg?w=472" alt="Comic: 2 Männer des Maya-Volkes. Einer zeigt einen großen runden Stein, auf den der Kalender bis 2012 eingemeißelt ist."   /><p class="wp-caption-text">Mann 1: &quot;Der Platz reichte nur, um bis 2012 zu gehen.&quot; - Mann 2: &quot;Ha! Irgendwann wird mal irgendwer deswegen ausflippen!&quot;</p></div>
<p style="text-align:justify;">;)</p>
<p style="text-align:justify;">Aber egal, was in Zukunft passieren wird, für mich war schon 2011 ein tolles Jahr!</p>
<p style="text-align:justify;"><span id="more-1305"></span></p>
<p style="text-align:justify;">Es gab viele erste Male für mich, unter anderem der Besuch von kleinen und größeren Veranstaltungen wie dem LaD.I.Y.fest, dem GenderCamp oder der re:publica, wo ich viele tolle Leute getroffen habe. Mit den meisten von ihnen stehe ich vor allem über Twitter in Kontakt und kann es gar nicht glauben, dass ich diesen Dienst ja auch erst seit einem Jahr benutze.</p>
<p style="text-align:justify;">Weitere erste Male waren mein erstes Erdbeben, auf das leider die furchtbare Fukushima-Katastrophe folgte, und meine erste Demo gegen Atomkraft; 2011 war auch mein erster Konzertbesuch (ich und Musik, ja ja), die erste Hochzeit im Familien- und das erste Baby im Freund_innenkreis. Auch habe ich zum ersten Mal die Hand des japanischen Kronprinzen Naruhito geschüttelt, auch wenn ich fürchte, dass dies gleichzeitig auch das letzte Mal war. :P</p>
<p style="text-align:justify;">Ich habe meinen ersten Podcast aufgenommen, meine erste professionelle Massage erhalten (steht nicht im Zusammenhang mit dem Podcast ;)), das erste Mal – wenn auch eher weniger erfolgreich – psychologische Hilfe in Anspruch genommen und mein erstes Kleidungsstück genäht. Ich war das erste Mal im wundervollen Prag und wollte zum ersten Mal nur für ein Musical (»Wicked«) nach London fliegen, woraus glücklicherweise ein langes Urlaubswochenende mit großartigen Freundinnen geworden ist. &lt;3</p>
<p style="text-align:justify;">Neu für mich war auch, dass ich das ganze Jahr über öffentlich gebloggt habe, teilweise sehr privat, definitiv ziemlich unregelmäßig. Dennoch schrieb mir WordPress.com zum Jahresende Folgendes:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;"><abbr title="Die Konzerthalle im Sydney Opera House kann 2.700 Menschen beherbergen. Dieses Blog wurde 2011 ungefähr 24.000 mal angeschaut. Wäre es ein Konzert im Sydney Opera House, hätte es für so viele Menschen etwa 9 ausverkaufte Veranstaltungen benötigt.">The concert hall at the Sydney Opera House holds 2,700 people. This blog was viewed about <strong>24.000</strong> times in 2011. If it were a concert at Sydney Opera House, it would take about 9 sold-out performances for that many people to see it.</abbr></p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">Darüber habe ich mich natürlich riesig gefreut, aber noch viel mehr über eure 300+ Kommentare, die ihr mir im Laufe des letzten Jahres dagelassen habt! :) Auch habe ich zwei lange, sehr liebe E-Mails bekommen, eine von einem »Flaschensammler aus Hamburg« und eine von Rita. Ich erwähne sie hier extra, weil ich sie nicht beantwortet, mich aber trotzdem sehr darüber gefreut habe.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich hoffe, dass das Jahr 2012 ebenso spannend wird und ich genug Zeit zum Bloggen finde&#8230; es stehen ja unter anderem ein baldiger Umzug in meine erste eigene Wohnung (na ja, zweite, falls das Jahr in Tokio mitzählen sollte) sowie – hoffentlich – mein Studienabschluss an.</p>
<p style="text-align:justify;">Aber ich kann es gar nicht genug betonen: das Schönste am Jahr 2011 war tatsächlich, dass ich so viele tolle Menschen kennenlernen durfte, von ihnen und durch sie interessante Dinge (kennen)gelernt habe, mit ihnen diskutieren konnte, akzeptiert, umarmt, geküsst, bespaßt und getröstet wurde. In dieser Hinsicht soll 2012 bitte ganz genauso werden – und alle darauffolgenden Jahre auch!! =)</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://puzzlestuecke.wordpress.com/category/reviews-co/gelebtes/'>Gelebtes</a> Tagged: <a href='http://puzzlestuecke.wordpress.com/tag/alltag/'>alltag</a>, <a href='http://puzzlestuecke.wordpress.com/tag/identitat/'>identität</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/puzzlestuecke.wordpress.com/1305/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/puzzlestuecke.wordpress.com/1305/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/puzzlestuecke.wordpress.com/1305/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/puzzlestuecke.wordpress.com/1305/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/puzzlestuecke.wordpress.com/1305/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/puzzlestuecke.wordpress.com/1305/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/puzzlestuecke.wordpress.com/1305/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/puzzlestuecke.wordpress.com/1305/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/puzzlestuecke.wordpress.com/1305/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/puzzlestuecke.wordpress.com/1305/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/puzzlestuecke.wordpress.com/1305/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/puzzlestuecke.wordpress.com/1305/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/puzzlestuecke.wordpress.com/1305/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/puzzlestuecke.wordpress.com/1305/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=puzzlestuecke.wordpress.com&amp;blog=18600372&amp;post=1305&amp;subd=puzzlestuecke&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Alles Gute!</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 10:44:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>»Paula«</dc:creator>
				<category><![CDATA[Puzzlestücke]]></category>
		<category><![CDATA[weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine lieben Leser_innen, das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und ich denke nicht, dass ich vor 2012 noch mal was bloggen werde, denn es stehen Weihnachten, Treffen mit Freund_innen und (das weniger geliebte) Silvester an. Offenbar hatte ich aber vor genau einem Jahr trotz Weihnachtsstress nicht genug zu tun, denn heute ist nicht nur [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=puzzlestuecke.wordpress.com&amp;blog=18600372&amp;post=1283&amp;subd=puzzlestuecke&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Meine lieben Leser_innen,</p>
<p style="text-align:justify;">das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und ich denke nicht, dass ich vor 2012 noch mal was bloggen werde, denn es stehen Weihnachten, Treffen mit Freund_innen und (das weniger geliebte) Silvester an. Offenbar hatte ich aber vor genau einem Jahr trotz Weihnachtsstress nicht genug zu tun, denn heute ist nicht nur Heiligabend, sondern – TADA! – auch der erste Geburtstag vom Puzzlestücke-Blog! :) Ich möchte euch herzlich dafür danken, dass ihr bei mir so viele von euren tollen und anregenden Gedanken hinterlassen habt und freue mich auf ein Wiederlesen im neuen Jahr!</p>
<p><img class="aligncenter  wp-image-1287" title="Weihnachtselch" src="http://puzzlestuecke.files.wordpress.com/2011/12/weihnachten2011.jpg?w=470&#038;h=489" alt="" width="470" height="489" /></p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Ich wünsche euch ein besinnliches und stressfreies Ausklingen des Jahres, auch, wenn ihr kein Weihnachten feiern solltet. Lasst es euch gutgehen! :)</strong></p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://puzzlestuecke.wordpress.com/category/puzzlestucke/'>Puzzlestücke</a> Tagged: <a href='http://puzzlestuecke.wordpress.com/tag/weihnachten/'>weihnachten</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/puzzlestuecke.wordpress.com/1283/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/puzzlestuecke.wordpress.com/1283/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/puzzlestuecke.wordpress.com/1283/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/puzzlestuecke.wordpress.com/1283/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/puzzlestuecke.wordpress.com/1283/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/puzzlestuecke.wordpress.com/1283/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/puzzlestuecke.wordpress.com/1283/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/puzzlestuecke.wordpress.com/1283/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/puzzlestuecke.wordpress.com/1283/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/puzzlestuecke.wordpress.com/1283/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/puzzlestuecke.wordpress.com/1283/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/puzzlestuecke.wordpress.com/1283/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/puzzlestuecke.wordpress.com/1283/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/puzzlestuecke.wordpress.com/1283/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=puzzlestuecke.wordpress.com&amp;blog=18600372&amp;post=1283&amp;subd=puzzlestuecke&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Fünf vor Burnout</title>
		<link>http://puzzlestuecke.wordpress.com/2011/12/13/fuenf-vor-burnout/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 12:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>»Paula«</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[(un)sichtbare normen]]></category>
		<category><![CDATA[alltag]]></category>
		<category><![CDATA[frust]]></category>
		<category><![CDATA[selbst]]></category>

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		<description><![CDATA[Bisher entgegnete ich auf die Frage, was ich mir denn wünschen würde, wenn ich diesen ominösen »einen Wunsch™« frei hätte, ganz frei heraus: »Mehr Geld!« Zu 99% folgte daraufhin die Antwort, dass Geld allein nicht glücklich mache blabla, obwohl ich nie »Geld und nichts anderes mehr im Leben« gesagt habe. Die meisten, von denen ich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=puzzlestuecke.wordpress.com&amp;blog=18600372&amp;post=1271&amp;subd=puzzlestuecke&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Bisher entgegnete ich auf die Frage, was ich mir denn wünschen würde, wenn ich diesen ominösen »einen Wunsch™« frei hätte, ganz frei heraus: »Mehr Geld!«</p>
<p style="text-align:justify;">Zu 99% folgte daraufhin die Antwort, dass Geld allein nicht glücklich mache blabla, obwohl ich nie »Geld und nichts anderes mehr im Leben« gesagt habe. Die meisten, von denen ich diesen dämlichen Spruch höre, wissen auch gar nicht, wovon ich rede, wenn ich sage, ich hätte kein Geld, sodass ich mir selten die Mühe einer Diskussion mache und lieber wortlos mit den Schultern zucke.</p>
<p style="text-align:justify;">In letzter Zeit fällt mir jedoch auf, dass ich inzwischen sowieso eine andere Antwort geben würde: »Mehr Zeit!«</p>
<p style="text-align:justify;"><span id="more-1271"></span></p>
<p style="text-align:justify;">Nun sind Zeit und Geld ja sowieso eng miteinander verknüpft (das passende Sprichwort kennen wir sicher alle), aber gerade die Belastung durch fehlende Zeit nagt in letzter Zeit immer mehr an meiner Substanz. Ich habe keine »Puffer«, die jedoch dringend nötig sind, wie uns die 1001 Beiträge in Büchern, im Internet oder in Manage-dein-Leben-für-eine-bessere-kapitalistische-Ausbeutung-Seminaren immer wieder <a title="Artikel: &quot;Luft lassen und genügend Zeit einplanen&quot;" href="http://www.akademie.de/arbeit-leben/selbstmanagement-zeitmanagement-nlp-lerntyp/kurse/selbst-und-zeitmanagement-selbststaendige/die-planung/zeitpuffer-einplanen.html" target="_blank">vorkauen</a>. Doch ich glaube, Zeit – und vor allem Zeitpuffer – sind ein Privileg, das nicht jede_r einfach so aus dem Hut zaubern kann.</p>
<p style="text-align:justify;">Das soll nicht heißen, dass ich rund um die Uhr im Dauerstress bin, auch wenn es sich an manchen Tagen tatsächlich so anfühlt. Aber ich nehme die Zeit für Dinge, die ich momentan so mache, an Stellen weg, wo sie eigentlich nötig wäre: Schlafen. Essen. Durchatmen.</p>
<p style="text-align:justify;">Neben meinem Studium, welches zusätzlich zur Präsenzzeit noch Zeit fürs Lernen, fürs Lesen, fürs Auswerten und fürs Verfassen von Texten benötigt, habe ich zwei Jobs, bin aktiv in der Fachschaft meines Studiengangs, verbringe jeden Tag zwei bis drei Stunden in öffentlichen Verkehrsmitteln und bespaße nebenbei auch noch 2,5 Blogs sowie einen Twitter-Account.</p>
<p style="text-align:justify;">Nun könnte ich sagen, klar, da sind ein paar »nicht so wichtige« Dinge darunter. Aber: die Arbeit in der Fachschaft bringt und bedeutet mir sehr viel und ist das einzige, was mich auch <em>gefühlsmäßig</em> an meine Universität bindet. (Außerdem, ganz ökonomisch gesehen, knüpfe ich dadurch wertvolle Kontakte zu meinen Dozent_innen, Professor_innen und Kommiliton_innen.) Das Bloggen und Twittern wiederum ist mein Ventil, wenn es mir himmelhochjauchzendzutodebetrübt geht, ich mich sehr alleine fühle oder ich einfach mal meine Meinung in die Welt blöken möchte, weil mir ja täglich Dutzende von Menschen auch ihre vor die Füße rotzen. Twitter ist zudem auch eine Form der Kommunikation, die die soziale Komponente realer Treffen ein bisschen ersetzt, denn für diese fehlt – ihr ahnt es! – einfach oft die <em>Zeit</em>.</p>
<p style="text-align:justify;">Meine Follower_innen fangen mich durch ihr »Zuhören« und passende Antworten zudem auch öfter emotional auf, als sie es vielleicht ahnen; vor allem, nachdem ich kürzlich eine eigentlich dringend nötige Psychotherapie abbrechen musste, vor allem aus Zeit- und Geldgründen (aber auch wegen Inkompatibilität zwischen meinem »Weltbild« und dem meiner Therapeutin). Das Twittern einzuschränken wäre für mich daher fatal, zudem es sowieso am wenigsten Zeit raubt, da ich es zu 80% von unterwegs aus tu. Und ich blogge ja sowieso viel seltener, als ich es gerne täte (jetzt z. B. nebenbei auf Arbeit, weil gerade wenig los ist).</p>
<p style="text-align:justify;">Wer meine Tweets liest, weiß auch, wie die oben erwähnten täglichen »zwei bis drei Stunden in öffentlichen Verkehrsmitteln« vonstatten gehen und dass es inzwischen auch mal bis zu vier Stunden pro Tag sein können – wer’s nicht tut, dem erspare ich mein Fluchen und zeige mal allein die <a title="Tweets: S-Bahn Berlin am 12. und 13. Dezember" href="http://puzzlestuecke.files.wordpress.com/2011/12/bahn_24h.jpg" target="_blank">Zusammenfassung der letzten 24 Stunden</a> von <a title="@SBahnBerlin auf Twitter" href="https://twitter.com/#!/SBahnBerlin" target="_blank">@SBahnBerlin</a>. Wenn ich andere Möglichkeiten als die besch*ssene S-Bahn hätte, glaubt mir, ich würde sie nutzen! ò_ó  Und auch, wenn es sich manchmal ganz lustig/galgenhumorig/surreal lesen mag, was ich da schreibe – in Wirklichkeit ist es das nicht. Es ist wahnsinnig zermürbend, vor allem im kalten Winter, nach einem langen Uni- und Arbeitstag, wenn die Bahnen so krachend voll sind, dass ich nicht mal nebenbei was für die Uni lesen kann.</p>
<p style="text-align:justify;">Vielleicht fällt es auch nur mir als <a title="Wikipedia: Hochsensibilität" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hochsensibilit%C3%A4t" target="_blank">Hochsensible</a> so schwer, das kann ich nicht beurteilen&#8230; aber es gibt Tage, an denen muss ich mir die Fingernägel in die Handfläche bohren und auf die Lippen beißen, um nicht in Tränen auszubrechen angesichts der fünften Durchsage, warum die Bahn am dritten Tag in Folge wieder nicht so fährt, wie sie soll und ich bei einem Heimweg, der sowieso schon über eine Stunde dauert, bis zu vierzig Minuten länger nach Hause brauche. Weil ich davon so fix und fertig bin und doch eigentlich noch so wahnsinnig viel zu tun hätte, wofür mir am Ende des Tages sowohl die Zeit als auch schlichtweg die Kraft fehlt. Oder auch die Kraft und Lust, noch mal für irgendein Event am Abend das Haus zu verlassen und mich abermals der Bahn zu stellen. (Und trotz alledem stehe ich meinem S-Bahn-Hass zwiespältig gegenüber, da es doch so viele Gegenden gibt, in denen nach 18 Uhr nicht mal mehr ein Bus fährt.)</p>
<p style="text-align:justify;">Eines ist klar: Ich bin keine Maschine! Ich kann nicht sechs Stunden schlafen und die restlichen 18 Stunden funktionieren-funktionieren-funktionieren. Und ich wette, dass das (fast?) keine_r kann. Zumindest nicht ohne irgendwann krass abzustürzen.</p>
<p style="text-align:justify;">Jede_r muss sich irgendwie, irgendwann Freiraum zum Durchatmen freischaufeln können. Auch, wenn dann die Hausarbeit dafür liegen bleibt, eine tolle/wichtige Veranstaltung nicht besucht werden kann, das Kind mal vor den Fernseher gesetzt wird oder es nur Tiefkühlpizza statt Selbstgekochtem gibt. Ein bisschen Zeit für sich allein ist <em>nicht</em> egoistisch! Es kann nicht sein, dass ich mich dafür rechtfertigen muss, einen Film zu gucken oder ein nicht-akademisches Buch zu lesen. Wo soll denn das alles am Ende hinführen?</p>
<p style="text-align:justify;">Wenn mich wieder einmal eine_r fragt, was denn mein »einer Wunsch™« wäre, würde ich definitiv sagen: »Mehr Zeit!« Und ich ahne sogar, dass mir 99% antworten würden: »Ich auch!«</p>
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		<title>»1000 mal berührt«</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 17:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>»Paula«</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[(un)sichtbare normen]]></category>
		<category><![CDATA[berührungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Dieses Lied, das letztens im Radio lief und das den meisten von euch sicherlich mal über den Weg bzw. die Ohren gelaufen ist, hat mich ja immer etwas gewundert. Warum es das tat, ist jetzt ein sehr persönlicher Eindruck, geprägt durch meine eigenen Erfahrungen; von daher würde ich mich sehr über andere (positivere) Erfahrungen freuen! [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=puzzlestuecke.wordpress.com&amp;blog=18600372&amp;post=1266&amp;subd=puzzlestuecke&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Dieses Lied, das letztens im Radio lief und das den meisten von euch sicherlich mal über den Weg bzw. die Ohren gelaufen ist, hat mich ja immer etwas gewundert. Warum es das tat, ist jetzt ein sehr persönlicher Eindruck, geprägt durch meine eigenen Erfahrungen; von daher würde ich mich sehr über andere (positivere) Erfahrungen freuen!</p>
<p style="text-align:justify;"><span id="more-1266"></span></p>
<p style="text-align:justify;">Also, was ich mich bei diesem Lied immer frage, ist, wie es überhaupt zu diesen tausend Berührungen kam? In meinen bisherigen Freund_innenkreisen wurde und wird mit Berührungen nämlich sehr <em>sehr</em> sparsam umgegangen, sodass die tausendundeinste Berührung vermutlich nicht mal im Rentenalter zustande gekommen wäre. (Wir geben uns ja nicht mal die Hände zur Begrüßung, wobei das unter Freund_innen vermutlich eher seltsam gewesen wäre.)</p>
<p style="text-align:justify;">Handschläge und ähnliche Berührungen will ich im Folgenden auch gar nicht mitzählen, sondern ich meine vor allem längere, zärtliche Berührungen, die ich in meinem Leben fast nur von meinen Eltern (vor allem als Kind) oder Liebhaber_innen kenne. Und ich weiß nicht, ob das nur mir so geht, aber ich traue mich auch sehr selten, andere zu berühren&#8230; sogar, wenn ich eine_n trösten will. Im letzten Fall mache ich es zwar meist trotzdem, aber ich habe immer Angst, es könnte falsch verstanden werden – nämlich sexuell.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich glaube ja, dass alles, was über eine flüchtige Berührung hinausgeht (von medizinischen/therapeutischen mal abgesehen), oft impliziert, dass es »mehr«  wäre als nur eine freundschaftliche Berührung. Und da frage ich mich wiederum, ob ich nur wegen dieser implizierten sexuellen Konnotation schon immer vor solchen Berührungen zurückgeschreckt bin und dies heute noch tue? Unter anderem, da ich ja sowohl auf Frauen* als auch auf Männer* stehe und nicht will, dass sich jene, bei denen ich eine Berührung nicht sexuell meine, diese vielleicht trotzdem so verstehen könnten.</p>
<p style="text-align:justify;">Es gibt Menschen, die mag ich sehr gerne, und wenn ich mich mit ihren freue, möchte ich auch mal ihre Hand drücken und sie festhalten. Wenn ich mit ihnen zusammen in der Bahn nach Hause fahre, würde ich manchmal gerne meinen müden Kopf auf ihre Schulter legen, um mich auszuruhen. Oder ihnen, wenn sie stöhnend über einer Hausarbeit sitzen, die Schultern massieren. Mache ich aber alles eher selten. Wenn es ihnen mal schlecht geht, würde ich sie gerne in den Arm nehmen und ihnen den Nacken kraulen, anstatt nur kurz tröstend die Hand auf die Schulter zu legen. Wenn ich neben ihnen auf der Couch sitze und einen Film gucke, weiß ich nicht, wohin mit meinen Armen, nur, weil ich ungewollte Berührungen vermeiden möchte. Und so weiter.</p>
<p style="text-align:justify;">Obwohl wir sehr gut befreundet sind, halte ich bei den meisten eine unsichtbare Grenze ein. Bei Leuten, die ich sehr mag, aber noch nicht so gut kenne, noch viel mehr. Ich will sie nicht in Verlegenheit bringen und/oder ihnen »falsche Hoffnungen«  machen. Ich meine es nämlich so gut wie nie sexuell, sondern einfach nur zärtlich. Und das ist für mich nicht dasselbe. Hm.</p>
<p style="text-align:justify;">Warum ich das alles schreibe? Weil ich eigentlich ein Mensch bin, der gerne zärtlichen Körperkontakt hat und glaube, dass es davon in unserem Kulturkreis oft viel zu wenig gibt. Und jetzt wüsste ich gerne, ob nur ich das so empfinde (und dann bei mir was ändern muss) oder ob es anderen auch so geht? Und wie mensch damit umgeht?</p>
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		<title>»Wer bin ich &#8211; und wenn ja, wie viele?«</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 13:52:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>»Paula«</dc:creator>
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		<category><![CDATA[gender]]></category>
		<category><![CDATA[identität]]></category>
		<category><![CDATA[sexuelle orientierung]]></category>

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		<description><![CDATA[In letzter Zeit schwirren mir immer wieder Gedankenfetzen über Identitäten und Selbstbezeichnungen durch den Kopf. Ausgelöst wurde dies durch den Blogeintrag Helfen Identitäten? Es wird persönlich von Bäumchen und weiter angekurbelt durch die (leider nicht mehr online verfügbare) Dokumentation Meine Seele hat kein Geschlecht sowie durch den Text Aneignung und Subversion. von Nadine Lantzsch. Einige [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=puzzlestuecke.wordpress.com&amp;blog=18600372&amp;post=1227&amp;subd=puzzlestuecke&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">In letzter Zeit schwirren mir immer wieder Gedankenfetzen über Identitäten und Selbstbezeichnungen durch den Kopf. Ausgelöst wurde dies durch den Blogeintrag <a title="Link zu Bäumchens Text" href="http://baumderglueckseligkeit.blogsport.de/2011/10/17/helfen-identitaeten-es-wird-persoenlich/" target="_blank">Helfen Identitäten? Es wird persönlich</a> von Bäumchen und weiter angekurbelt durch die (leider nicht mehr online verfügbare) Dokumentation <a title="Link zur Doku-Textbeschreibung" href="http://videos.arte.tv/de/videos/meine_seele_hat_kein_geschlecht-4208734.html" target="_blank">Meine Seele hat kein Geschlecht</a> sowie durch den Text <a title="Link zu Nadines Text" href="http://medienelite.de/2011/10/26/aneignung-und-subversion/" target="_blank">Aneignung und Subversion.</a> von Nadine Lantzsch. Einige meiner Gedankenfetzen sind vermutlich noch nicht ganz schlüssig, aber ich schreibe sie jetzt einfach mal nieder. (Ich hoffe inständig, euch nicht mit irgendwas davon auf die Füße zu treten! Falls doch, sagt es mir bitte, und wenn es nur ein Link oder so ist.)</p>
<p style="text-align:justify;"><span id="more-1227"></span></p>
<p style="text-align:justify;">Bäumchen schrieb:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">Ich überlege mir immer, ob ich jemals einen Blog beginnen sollte mit den Worten: Ich bin das und das und das, und ich kämpfe für dies und jenes. Ich fühle mich dann seltsam: narzisstisch vielleicht, zu sehr bemüht darzustellen, was ich bin. Ich weiß auch immer nicht, was diese Dinge dann letztendlich über mich aussagen.</p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">Dieser Gedankengang hat mich sehr beschäftigt, denn ich positioniere mich ja auch immer wieder in bestimmten Bereichen, obwohl ich bei genauerem Nachdenken eigentlich gar nicht genau darüber nachgedacht habe. Und manche Dinge nenne ich ganz bewusst nicht, weil ich sie für irrelevant halte bzw. sie nicht thematisieren will. Noch mal andere Positionen wiederum werden mir von außen zugeschrieben, wie das halt immer so ist.</p>
<p style="text-align:justify;">Einige Dinge sind relativ einfach für mich, klar: mein Alter (ü25/u30 ;)), meine Hautfarbe (weiß) und&#8230; hm, mein Geschlecht? Quasi ja – ich bezeichne mich als weiblich, weil ich weibliche Geschlechtsmerkmale habe und ich von der Gesellschaft als Frau gelesen werde und dies akzeptiert habe. Aber heißt das wirklich, dass ich mich als Frau <em>identifiziere</em>, oder fängt die Schwammigkeit hier schon an?</p>
<p style="text-align:justify;">Nach meiner Auffassung ist »Identität« etwas, das mit meinem Selbst gleichzusetzen ist. Daher ist meine Identität eigentlich nur »Paula«. Frausein ist ein Teil dieser Identität – aber einer, der mir vorwiegend von außen zugeschrieben wird, den ich von innen heraus nicht wirklich greifen kann und der für mich nicht an erster oder zweiter Stelle meines Ich-Bewusstseins steht.</p>
<p style="text-align:justify;"><a title="Link zu Antje Schrupps Webseite" href="http://antjeschrupp.com/" target="_blank">Antje Schrupp</a> fasste dies ganz toll in einem Kommentar bei Nadine zusammen:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">Das Frausein hat mit Identität nichts zu tun, es bezeichnet lediglich eine Position innerhalb eines sozialen Gefüges. Wäre ich allein auf der Welt, wäre ich keine Frau, ich wäre nur Ich. Die Zuweisung des “Frauseins” (wie jedes Geschlechts oder auch allgemeiner jedes sozialen Attributes) geht immer an dem vorbei, was eine für sich selber ist. “Frau” bin ich immer nur in einer Beziehung zu anderen.</p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">Toll! Oder, um es mit einem älteren und berühmteren Zitat auszudrücken:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">On ne naît pas femme, on le devient.</p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">»Man wird nicht als Frau geboren, man wird es.« Dies behauptete 1949 Simone de Beauvoir, und ich gehe mit dieser Aussage konform, auch wenn ich ihr Werk zugegebenermaßen nicht gelesen habe.</p>
<p style="text-align:justify;">Zur »Frau gemacht« wurde ich sogar erst vergleichsweise spät, was vielleicht dazu beiträgt, mich auch heute noch nicht wirklich dazugehörig zu fühlen zu diesem Begriff, der ja nicht bedeutungs-/wertfrei im Raum steht. Als Kind sah ich eher aus wie ein »typischer Junge« (kurze Haare, fast immer in Hosen) und benahm mich laut meinem Umfeld auch »typisch jungenhaft«: ich war (vor)laut, draußen im Dreck oder auf Bäumen unterwegs, kloppte mich mit meinem Cousin um sein Tretauto und durfte grundsätzlich immer alles machen, was der Papa gerade machte (der war Bauarbeiter und hantierte auch zu Hause ständig mit Hammer und Säge, wenn er nicht gerade an seiner Modelleisenbahn baute). Ich wollte durfte kochen oder malern (Papa und Mama), nähen oder mit Pferden trainieren (Mama). Trotzdem liebte ich auch meine Puppen und Kuscheltiere und konnte mich stundenlang mit ihnen und fiktiven »Mama-Papa-Kind«-Szenarien beschäftigen. Kurz: ich durfte alles mitmachen, woran ich Interesse zeigte und wurde eigentlich relativ geschlechternormfrei erzogen, was ich meinen Eltern (und der einen Oma, die ich hatte) sehr zugute halten muss. [Auch später wurde die Hausarbeit – Wäschewaschen, Bügeln, Abwaschen, Putzen, Müllrausbringen etc. – immer gleichmäßig auf alle Geschwister verteilt, egal ob Junge oder Mädchen. Das alles <em>wollte</em> ich allerdings nie wirklich machen. ;)]</p>
<p style="text-align:justify;">Aber (es kommt ja immer ein Aber) ich hatte meine gesamte Kindheit durch große Probleme, Freund_innen zu finden. Die Jungs wollten nicht mit mir spielen, weil ich offiziell ein Mädchen war, die Mädchen nicht mit mir, weil ich mich zu jungenhaft benahm. Letzteres war mir lange Zeit egal, denn ich wollte ja bei den Jungs mitspielen; da ich dies aber nicht durfte und auch bei den Mädchen kein Asyl fand, blieb ich stattdessen viel allein und flüchtete mich sehr früh in die Welt der Bücher. Meine liebsten Geschichten (oft sehr pferdelastige Bücher :D) handelten dabei fast immer von starken Mädchen, die ich auch alle sein wollte, und bereits sehr früh geriet ich an Jugendbücher über schwule Jungs, die mir zeigten, dass Jungs auch »schwach und hilflos« sein konnten. Reine Mädchenmagazine, -bücher oder –serien konsumierte ich hingegen nie. Seit meinem zwölften Lebensjahr rutschte ich zudem in den Teil der Anime-Szene ab, in dem wir ständig mit Geschlechterrollen spielten und von denen heute wohl ein großer Teil als queer bezeichnet werden würde.</p>
<p style="text-align:justify;">Zwischenzeitlich war es so, dass ich den Anschluss an die »Außenwelt« ziemlich verloren habe bzw. sie mir völlig egal war. So ist es aber nicht geblieben, denn das Außenseitertum, das ich geführt habe, kollidierte ständig mit der Realität um mich herum, oft ausgedrückt durch Mobbing, wie ich ja schon im letzten Beitrag andeutete. Auch meine Eltern fanden immer mehr, es wäre so langsam mal Zeit, aus meiner Blase raszuklettern und mich an mein Umfeld anzupassen. Ich gestehe, ich war die Ausgrenzungen auch Leid – ich wollte schließlich gemocht werden. Vor allem, als ich feststellte, dass ich auf Mädchen stand und das Gefühl hatte, mir damit gleich noch einen Stein in den Weg der Sympathie gelegt zu haben.</p>
<p style="text-align:justify;">Als ich die Schule verließ, wollte ich mich nicht mehr so anders fühlen; daher fing ich mit einundzwanzig Jahren an, mir die Haare wachsen lassen, mich anders zu kleiden, »Mädchenkram« zu mögen (hat selten geklappt) und mich mehr wie eine »richtige Frau« zu benehmen. Vieles davon war, rückblickend betrachtet, schlichtweg lächerlich, weil das nicht <em>ich</em> war. Aber trotzdem muss ich zugeben, dieses gesellschaftliche Spiel ein paar Jahre lang mitgespielt zu haben.</p>
<p style="text-align:justify;">Einige Verhaltensänderungen sind mir tatsächlich in Fleisch und Blut übergegangen, weil sie immer wieder positiv hervorgehoben wurden und mir Lob gut tat. Andere davon habe ich inzwischen wieder deutlich runtergeschraubt, weil ich die Schauspielerei Leid war. Manche Sachen sind noch immer Experimente, wie das Tragen von Röcken oder Kleidern – ich finde sie hübsch, sie stehen mir oft auch gut, aber ich fühle mich darin noch immer wie ein Clown und hoffe einfach, durch öfteres Tragen mich irgendwann daran zu gewöhnen. Mal gucken. Ich will/muss zudem lernen, nicht so viel auf andere zu hören, sondern mich so zu verhalten, wie ich mir selbst gefalle und »Du benimmst dich ja irgendwie nicht so weiblich!«-Bemerkungen nicht mehr unkommentiert stehenzulassen. Weil, leckt mich doch am Allerwertesten und so. (Aber diese innere Einstellung nach außen umzusetzen ist nicht so leicht für mich, gebe ich zu&#8230;)</p>
<p style="text-align:justify;">Zusammengefasst ist »Frausein« für mich also eine dieser zwei offiziellen Gruppen, in die ich halt einsortiert wurde, und daher bin ich trotz meiner Zweifel an dieser aufgedrückten Identität meist solidarisch mit ihr. So, wie ich im Sport will, dass mein Team gewinnt. (Ganz vereinfacht ausgedrückt, denn um Gewinnen/Verlieren geht es hier ja nicht wirklich.) Es ist eine Interessensgemeinschaft, die nur durch die in der Gesellschaft auftretenden Probleme zustande kommt – gäbe es die ganzen Probleme und Normierungen nicht, hätte das Wort »Frau« für mich etwa soviel Bedeutung wie das Wort »brünett«. Aber es gibt die Probleme und Normierungen, sie betreffen mich auch immer wieder, und solange benutze ich diese Selbstbezeichnungen »Frau« oder »weiblich« auch. Nur als Identität verstehe ich »Frausein« nicht wirklich. (Genauso wenig identifiziere ich mich allerdings mit »Mannsein«.)</p>
<p style="text-align:justify;">Puh, soviel Text, und ich bin erst bei der ersten Selbstbezeichnung gewesen. Im Rest fasse ich mich kürzer, versprochen. ;)</p>
<p style="text-align:justify;">Wie sieht es nun mit anderen Identitäten aus, zum Beispiel der Bisexualität? Ich kann und will Liebesbeziehungen mit Männern* und Frauen* eingehen und bezeichne mich daher als bisexuell. Aber ist das dadurch gleich eine »bisexuelle Identität«, oder doch nur eine Selbstbezeichnung, um mich für andere zu positionieren? Schließlich habe ich mit anderen Bisexuellen ja meist gar nicht so viel gemeinsam&#8230; und dann bin ich ja auch noch demisexuell, was ich am liebsten immer gleich mitsagen würde, wenn ich mich schon irgendwo oute und dadurch gleich so ein Fokus auf meinem vermuteten Sexualleben liegt (das vielen Menschen klischeehafterweise gleich als doppelt so ausgeprägt erscheint wie bei »nur« Hetero- oder Homosexuellen). Sage ich aber nie, weil ich es komisch fände und auch gar nicht erklären will.</p>
<p style="text-align:justify;">Hm. Kann mensch sich überhaupt über Sexualität definieren?</p>
<p style="text-align:justify;">Und will ich das, wenn diese Definition politisch genutzt wird?</p>
<p style="text-align:justify;">Wo ich schon dabei bin: ich habe mich schon oft in mehr als nur eine Person verliebt, hatte anderthalb Dreierbeziehungen und würde mich daher als polyamorös bezeichnen, bzw. als poly-affin (es waren schließlich nur anderthalb Beziehungen, was weiß denn ich, wie ich in Zukunft fühlen werde). Aber es ist wiederum nur ein winziger Teil meiner Identität, und ich schwanke ja sogar, ob ich es wirklich als Selbstbezeichnung verwenden sollte oder nicht. Zudem scheint mir poly auch politisch/aktivistisch vereinnahmt zu sein, mit Netzwerken und so – damit will ich mich momentan gar nicht beschäftigen. Ich bin ja nicht mal politisch/aktivistisch in Bezug auf Bisexualität (ich mache ein Blog zum Thema, mehr nicht), was aber vielleicht gar nicht auffällt, weil wir im Gegensatz zu den USA kaum bi-politischen Aktivismus haben in Deutschland.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich mag auch den Begriff »queer«, aber als Selbstbezeichnung finde ich ihn nicht so hilfreich, weil er meiner (zugegebenermaßen noch nicht sehr informierten) Meinung nach sehr vage ist und von verschiedenen Gruppen vereinnahmt wurde. Ich müsste also immer wieder erklären, welche Bedeutung <em>ich</em> damit verbinde, und daher taugt er für mich nicht wirklich als Zusammenfassung einer Positionierung. Außerdem fühle ich mich auch dafür irgendwie nicht politisch/aktivistisch genug&#8230; aber ich will jetzt nicht weiter auf »queer« eingehen, weil diese Gedankengänge ziemlich neu und noch keineswegs ausgereift sind. Ein andermal vielleicht.</p>
<p style="text-align:justify;">Weiterhin gibt es ja noch Selbstbezeichnungen bzw. Positionierungen, die eigentlich keine sind, weil ich sie nie ausspreche. Dabei machen sie einen viel wichtigeren Teil meiner Identität aus – so bin ich zum Beispiel eine weiße Deutsche, was mir eine Menge Vorteile verschafft und mir viele unangenehme Erfahrungen (welche ja wiederum eine Identität prägen) erspart. Ich fühle trotzdem nicht, eine »deutsche Identität« zu haben, denn was soll das sein? Wenn überhaupt, dann sehe ich mich vielleicht noch als Ostberlinerin – alles andere ist für mich zu abstrakt, um es wirklich zu <em>fühlen</em>. Deutsch und weiß thematisiere ich also in meinem Alltag, meinen Blogeinträgen oder meinen Tweets nicht, weil es hier in Deutschland die Norm ist. Dazu am Ende noch mal kurz was.</p>
<p style="text-align:justify;">Andere Dinge thematisiere ich eigentlich nur, wenn sie mir vorgeworfen werden. Wenn zum Beispiel eine Aussage von mir abbügelt wird mit dem Argument, ich käme aus einem gut situierten, bildungsbürgerlichen Zuhause oder wie es so oft heißt. Ich weiß nicht, welche »Gesellschaftsschicht« damit jetzt genau gemeint ist (je nach Kontext der Sprecher_innen vermutlich eine andere), aber trotzdem verspüre ich immer wieder einen automatischen Widersprech-Reflex, da ich 1) die Erste in meiner Familie bin, die einen höheren Abschluss als die Mittlere Reife hat und 2) weiß, wie es ist, von Second-Hand zu leben (bevor es cool wurde) oder sich am Ende jeden Monats Geld zu leihen, weil kein Essen mehr da ist – so sah nämlich der Großteil meines Lebens aus. Aber damit gehe ich nicht hausieren, denn es ist mir unangenehm; außerdem bin ich ja momentan relativ gut situiert (bzw. sind meine Eltern dies inzwischen, und ich habe das Glück, bei ihnen wohnen zu können – auch wenn’s gleichzeitig die Hölle ist). Ich hatte auch seit meinem 14. Lebensjahr die Möglichkeit, Nebenjobs anzunehmen, wozu nicht jede_r die Chance hat. Trotzdem ist dies generell ein Bereich, über den ich noch viel nachdenken muss, bevor ich mich da wirklich positionieren würde.</p>
<p style="text-align:justify;">Auch der Annahme, ich sei gesund und dadurch privilegiert, widerspreche ich nur, wenn sie mir in einem Kontext vorgeworfen wird, in dem ich sie als ungerechtfertigt empfinde. Ja, ich bin auf jeden Fall privilegiert gegenüber Menschen im Rollstuhl, Menschen ohne Sehkraft, Menschen mit eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten etc., keine Frage. Aber nur weil ich »gesund aussehe«, heißt dies noch nicht, dass ich es auch bin, und ich lasse mir dies daher ungern vorwerfen. Muss ich mich aber deswegen erst näher erklären? Das weiß ich wirklich nicht, weswegen ich meist einfach die Klappe halte&#8230; schließlich bin ich mir sehr deutlich bewusst, dass ich trotz allem großes Glück habe, meine Probleme gegenüber Menschen, mit denen ich nicht viel zu tun habe, meist verschweigen zu können. Das Glück hat leider nicht jede_r, und dann kommen die Stigmata und/oder Mitleidsbekundungen. Nein danke, brauche ich nicht. Aber habe ich dann überhaupt das Recht, mich über Fremdbezeichnungen aufzuregen? Ich weiß es nicht.</p>
<p style="text-align:justify;">Meine Gedanken sind hier noch nicht am Ende, aber meine Aufmerksamkeitsspanne ist es gleich. Viel schlauer bin ich noch nicht, welche Selbstbezeichnungen ich auf mich anwenden soll und will, und darüber werde ich auch noch viel nachdenken müssen. Außerdem können sich Identitäten und Selbstbezeichnungen meiner Meinung nach immer wieder ändern, sind kontextabhängig und oft von außen zugeschrieben, was nicht automatisch bedeuten muss, dass sie dadurch weniger »Wahrheitsgehalt« haben.</p>
<p style="text-align:justify;">Was ich jedoch durch die Überlegungen der letzten Wochen für mich selbst mitnehme, ist ein genaueres Beachten der Selbstbezeichnungen anderer und deren Hintergründe. Ich kann vieles nicht verstehen, egal, wie emphatisch ich zu sein glaube. Geht nicht. Ich <em>muss-muss-MUSS </em>also (und das bezieht sich auch auf mein Dasein als weiße Deutsche) <em></em>immer im Hinterkopf behalten, dass viele Positionen, aus denen ich denke, spreche und schreibe, für mich ein wahnsinniges Privileg sind und ich daher manche Dinge, von denen zum Beispiel People of Color oder Menschen mit Behinderung berichten, nicht oder nur wenig mitfühlen kann. Also auch nicht mitreden, sondern nur zuhören und daraus lernen, wie ich zu bestimmten Strukturen beitrage und ob ich etwas bzw. was ich ändern könnte.</p>
<p style="text-align:justify;">Natürlich beachte ich keine Pseudo-Selbstbezeichnungen à la »Ich bin nicht Rassist/Sexist, aber [rassistischer/sexistischer Kommentar]!« – solche sind für den Allerwertesten. Wenn mich jemand als Rassistin/Sexistin bezeichnen sollte, wird es auch einen Grund haben, über den ich nachdenken muss. Und ja, solche Selbstreflexionen können verdammt schwer fallen (siehe auch <a title="Link zu Artikel von ihdl" href="http://www.iheartdigitallife.de/keine-baren-auf-dem-ponyhof/" target="_blank">hier</a> und <a title="Link zu Artikel von Gendalus" href="http://www.gendalus.de/?p=169" target="_blank">hier</a> [letzter Abschnitt]); ich habe mich da vor nicht allzu langer Zeit selbst auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert, gebe ich zu. Aber wenn ich schon so viel Zeit im Internet verbringe, kann ich sie auch mal darin investieren, das viele Wissen, das mir andere (meist schon in komprimierter Form) zur Verfügung stellen, auch zu nutzen.</p>
<p style="text-align:justify;">Und für dieses Wissen und Anregen zum Nachdenken danke ich vor allem <a title="Link zu den Personen, denen ich auch Twitter folge" href="https://twitter.com/#!/puzzlestuecke/following" target="_blank">euch</a>! &lt;3</p>
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		<title>Zu dick, zu dünn, zu flach, zu kurvig? Alles Humbug!</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 11:46:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>»Paula«</dc:creator>
				<category><![CDATA[Körper & Mode]]></category>
		<category><![CDATA[frust]]></category>
		<category><![CDATA[körper]]></category>
		<category><![CDATA[selbst]]></category>

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		<description><![CDATA[In diesem Semester habe ich endlich mal wieder die Zeit gefunden, mich für einen Sportkurs anzumelden. Der fand am Mittwoch das erste Mal statt, und schon wenige Sekunden nach Betreten der Umkleide fühlte ich mich wieder in meine Schulzeit zurückversetzt; zu ähnlich waren die Verhaltensweisen. Viele der anwesenden Frauen (zw. 20 und 60 Jahren) zogen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=puzzlestuecke.wordpress.com&amp;blog=18600372&amp;post=1171&amp;subd=puzzlestuecke&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1217" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Pierre-Auguste_Renoir_021.jpg&amp;filetimestamp=20050521034713" target="_blank"><img class="size-full wp-image-1217 " title="Pierre-Auguste Renoir: »Les Grandes Baigneuses« (1887)" src="https://puzzlestuecke.files.wordpress.com/2011/10/pierre_auguste_renoir_les_grandes_baigneuses.jpg?w=472" alt="Gemälde badender Frauen mit ganz verschiedenen Figurtypen"   /></a><p class="wp-caption-text">Pierre-Auguste Renoir: »Les Grandes Baigneuses« (1887)</p></div>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">In diesem Semester habe ich endlich mal wieder die Zeit gefunden, mich für einen Sportkurs anzumelden. Der fand am Mittwoch das erste Mal statt, und schon wenige Sekunden nach Betreten der Umkleide fühlte ich mich wieder in meine Schulzeit zurückversetzt; zu ähnlich waren die Verhaltensweisen.</p>
<p style="text-align:justify;">Viele der anwesenden Frauen (zw. 20 und 60 Jahren) zogen sich unter teilweise erstaunlich akrobatischen Verrenkungen um, damit so wenig Haut wie möglich sichtbar wurde, die Blicke zu Boden gesenkt und alles ganz husch-husch. Zwischendurch hörte ich untereinander geflüsterte Entschuldigungen, dass keine Zeit gewesen wäre, die Beine zu rasieren oder dass die Oberschenkel nicht mehr so straff wären, weil die Zeit für mehr Sport fehle. Oder auch, dass die Haare leicht fettig wären, weil Wind und Mütze und so. Während ich das alles hörte, zog ich mich ebenfalls in Windeseile um, wohlwissend über meine unrasierten Beine, meine ganz gewiss nicht straffen Oberschenkel und meine zerzausten Haare, deren nächster Waschgang erst für den Abend angesetzt war. Nicht mal an farblich aufeinander abgestimmte Unterwäsche hatte ich gedacht!</p>
<p style="text-align:justify;"><span id="more-1171"></span>Leider konnte ich das alles in dem Moment weniger humorvoll betrachten als jetzt im Nachhinein, da ich mich unwohl in meiner Haut und sehr beobachtet fühlte (was ich sicherlich nicht war, da die meisten zu sehr damit beschäftigt waren, sich ebenso schnell und unbemerkt umzuziehen). Und das, wo doch am Mittwoch der sogenannte <a title="Link zum Artikel in der Mädchenmannschaft" href="http://maedchenmannschaft.net/love-your-body-day/" target="_blank"><em>Love Your Body Day</em></a> war, wie ich durch die Mädchenmannschaft erfahren hatte.</p>
<p style="text-align:justify;">Grundsätzlich ist es gar nicht so, dass ich meinen Körper nicht mögen würde – ich mag es nur nicht, ihn fremden Blicken auszusetzen. Wenn ich alleine zu Hause bin, laufe ich gerne nackt herum und schrecke keineswegs vor Ganzkörperspiegeln zurück, sondern tanze ganz im Gegenteil gerne davor rum oder inszeniere meine eigenen Modeschauen. Dieses Wohlfühlgefühl kann ich aber selten mit vor die Tür nehmen&#8230; ich kann es nicht mal in meinen eigenen vier Wänden spüren, sobald andere Personen anwesend sind. Selbst bei Menschen, mit denen ich schlafe / geschlafen habe.</p>
<p style="text-align:justify;">Eigentlich ist das ein ständiger innerer Kampf, der in mir tobt – das Wissen, dass ich einen ähnlich geformten Körper habe wie x andere Menschen in meinem Umfeld vs. die Minderwertigkeitskomplexe in Bezug auf denselbigen. Um gegen diese Gefühle anzukämpfen oder sie gar für immer verschwinden zu lassen, reicht so ein <em>Love Your Body Day</em> leider nicht aus.</p>
<p style="text-align:justify;">Auch mein Wissen um die halb-verhungerten und trotzdem noch gephotoshopten Models, um die Ungenauigkeit von Konfektionsgrößen und um all die feministischen Diskurse über Körperbilder reichen nicht, um die nagende Stimme in meinem Hinterkopf endlich zum Schweigen zu bringen.</p>
<p style="text-align:justify;">Die Stimme, die das erste Mal auftrat, als ich in die Pubertät kam und mein Körper sich sichtlich veränderte: ich nahm zu, bekam ausgeprägte Hüften und sichtbare Brüste; kurzum, ich verlor meine knabenhafte Kinderfigur, die mich bisher immer als Jungen hatte durchgehen lassen (eine Annahme, die ich bei Fremden selten korrigierte, weil sie mir viel mehr Freiheiten erlaubte).</p>
<p style="text-align:justify;">Der Beginn meiner Pubertät läutete daher in meiner Familie und meinem Verwandtenkreis die Ära der konstanten Kritik am meinem Aussehen ein. Bemerkungen wie »Du bist / du wirst zu dick!«, »Mondgesicht!« oder »Du hast einen Hintern wie ein [großes Tier einsetzen], iss mal etwas weniger / mach mehr Sport!« haben sich über die Jahre derart tief in mein Bewusstsein eingegraben, dass ich solche Bemerkungen inzwischen zwar nach außen hin als lächerlich abwinken kann, im Inneren jedoch sofort wieder in mein sicheres schwarzes Loch krieche, wenn ich so etwas gesagt bekomme.</p>
<p style="text-align:justify;">Dabei war dies nicht mal böse gemeint, glaube ich, sondern als hilfreich erachtet – doch es half mir natürlich keineswegs, sondern ließ mich meinen Körper regelrecht hassen. Dabei hätte keine Diät der Welt meinen inzwischen eher sanduhrförmigen Körpertyp zurückverwandeln können zur knabenhaften Figur (was mir damals allerdings nicht bewusst war, zumal dies genau der Typ Mädchen war, auf den ich total stand). Ich versuchte mich trotzdem an irgendwelchen unwirksamen Diäten und trug generell sehr schlabbrige Kleidung, um meinen Körper darunter zu verstecken. Selbstredend ging ich auch nie freiwillig schwimmen, weil ich mich zu dick fühlte, um in der Öffentlichkeit gesehen zu werden.</p>
<p style="text-align:justify;">Der zweite »große Scheiß«, der in der Pubertät eintrat, war unerwünschter Haarwuchs an allen möglichen Stellen. Zuerst störte mich das weniger, doch etwa in der 9. Klasse begann unter den Mädchen das Rasieren von Bein- und Achselhaaren (Schamhaare wurden damals noch größtenteils in Ruhe gelassen), welches mir meine Eltern – warum auch immer – strikt verboten hatten und wofür ich bei einmaliger heimlicher Ausübung mächtig Ärger bekommen hatte. Ich ließ also meine Körperhaare weiterhin in Ruhe und versuchte fortan, mich beim Sportunterricht in zwei Nanosekunden umzuziehen, nachdem ich schon absichtlich sehr spät zu diesem erschienen war. Wenn nämlich bei der ein oder anderen mal hier und da mal ein sichtbares Haar hervorblitzte, wurde dies von den Rasierten mit abschätzigen Blicken oder gar gehässigen Kommentaren kommentiert. Oder gar Damenbärte! Mit so etwas hatte ein Mädchen inoffiziell kein Recht mehr auf Existenz.</p>
<p style="text-align:justify;">Als dann zudem immer mehr Klassenkameradinnen anfingen, sich zu schminken (im Alter von 15/16), wurden die Nicht-Schminkenden entweder zu Freiwild oder unsichtbar. Mobbing war in meiner Klasse generell ganz groß geschrieben, was sogar mit einem Klassenbesuch beim Psychologen endete&#8230; aber ich schweife ab.</p>
<p style="text-align:justify;">Die von »den Medien« inszenierten Körperbilder waren mir schon damals reichlich suspekt und es gehörte für mich zum Beruf eines Models oder einer Schauspielerin dazu, dass sie einen großen Teil ihrer Zeit in Beschäftigung mit ihrem Gewicht und ihrem Aussehen verbrachten. So gesehen war diese Welt war ziemlich fernab von meiner Realität und galt mir nie als Beispiel. Auch habe ich in meinem Leben nur zweimal eine »Bravo Girl« gekauft – ich war eher »Wendy«-Leserin (bevor diese ebenfalls zum Mädchenmagazin verkam) und interessierte mich nicht für diese Beauty Tipps, da die eh nur darauf abzielten, irgendwelchen Jungs zu gefallen. Ich meine, Jungs interessierten mich ja nicht die Bohne zu dieser Zeit. ;)</p>
<p style="text-align:justify;">Trotzdem ist es so, dass diese Schönheitsideale keineswegs an mir vorbeigegangen sind. Sie haben mich einfach über zwei Ecken erreicht, vor allem über mein (meist familiäres) Umfeld, welches diese mehr oder weniger für bare Münze nahm. Anders kann ich mir zumindest ihre Aussagen in Bezug auf meinen Körper nicht erklären. Ich schaffte es auch nicht, diesen irgendwie zu verändern (tatsächlich hat sich mein Gewicht seit meinem 17. Lebensjahr immer konstant im gleichen Fünf-Kilo-Bereich bewegt) und war daher in den Augen meiner Familie entweder »zu dick« oder sah aus »wie ein Junge« (weil: Schlabberlook und kein Make-up) – wenn ich nicht gerade aussah »wie ein zu dicker Junge«…</p>
<p style="text-align:justify;">Spulen wir mal zehn Jahre vor zu heute: inzwischen weiß ich, dass es total Scheiße war, wie sehr ich mich durch die Meinung anderer habe beeinflussen lassen und wie lange es durch mein mangelndes Selbstbewusstsein gedauert hat, meinen Körper überhaupt zu akzeptieren. Und ich bin immer noch nicht da angekommen, wo ich hin will und habe regelmäßige Rückfälle, unterbrochen von »Ihr könnt mich alle, das ist MEIN Körper!!«-Trotzphasen. Aber ich habe in den letzten zwei Jahren viel dazugelernt und auch mein Verhalten gegenüber anderen verändert.</p>
<p style="text-align:justify;">Daher ist dies mein Beitrag zum <em>Love Your Body <span style="text-decoration:line-through;">Day</span> Life</em>:</p>
<ul>
<li>Ich gebe Komplimente, wenn mir etwas an anderen gefällt (Kleidungsstil, Schuhe, Make-up, wasauchimmer).</li>
<li>Ich glaube im Gegenzug Komplimente, die ich erhalte, anstatt sie zu negieren und/oder die Absicht dahinter zu suchen.</li>
<li>Wenn eine_r sich über das eigene Aussehen oder Problemzonen* beklagt, negiere ich diese Aussage nicht (à la »Bist du verrückt?! Du siehst doch voll toll aus / bist doch total schlank!«), sondern hebe viele positive Seiten hervor.</li>
<li>Ich stelle keine_n über andere (à la »XY ist jünger und hat doch schon viel mehr Falten als du!«) – Person A bringt dies nichts, und Person B verletze ich dadurch vielleicht noch. Vergleiche bringen doch sowieso nichts!</li>
<li>Ausnahme: Wenn sich eine_r mit mir vergleicht und behauptet, »schlechter« abzuschneiden, nenne ich irgendetwas, das mir an der anderen Person besser gefällt als an mir und worum ich sie daher beneide. (Meist sind das die Haare. *seufzel*) Und erwähne natürlich trotzdem, dass sich Menschen nicht 1:1 vergleichen lassen. ;)</li>
<li>Ich gebe nichts mehr auf Konfektionsgrößen, sondern kaufe das Stück, das mir am besten passt, egal ob 36 oder 42. Und wenn ich erstmal nähen kann, schneidere ich sowieso nach <em>meinen</em> Körpermaßen! Jawohl!</li>
</ul>
<p style="text-align:justify;">*Ich finde, dass es eigentlich keine »Problemzonen« am Körper gibt, sondern vor allem die Werbeindustrie diese Probleme kreiert.</p>
<div id="attachment_1213" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/File:Courbet_Sleep.jpg" target="_blank"><img class="size-full wp-image-1218 " title="courbet_lesommeil" src="https://puzzlestuecke.files.wordpress.com/2011/10/gustave_courbet_sommeil.jpg?w=472" alt="Gemälde zweier nackter, kuschelnder Frauen"   /></a><p class="wp-caption-text">Gustave Courbet: »Le Sommeil« (1866)</p></div>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Aktiv(istisch) genug, um Feminist_in zu sein?</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 15:59:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>»Paula«</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feminismus / Gender]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern Abend war ich Zuhörerin einer Diskussion, die sich »Perspektiven feministischer Organisierung nach dem Slutwalk« nannte. Dies ist der Text zum Event: In den letzten 15, 20 Jahren war Feminismus gewissermaßen einerseits in Richtung systemintegratives gender mainstreaming und andererseits Solidarität mit Trans- und Intersexuellen verschoben. Ohne sowohl die Notwendigkeit einer solchen Solidarität als auch die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=puzzlestuecke.wordpress.com&amp;blog=18600372&amp;post=1110&amp;subd=puzzlestuecke&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Gestern Abend war ich Zuhörerin einer Diskussion, die sich »<a title="Link zum Facebook-Event" href="https://www.facebook.com/event.php?eid=219673254752902" target="_blank">Perspektiven feministischer Organisierung nach dem Slutwalk</a>« nannte. Dies ist der Text zum Event:</p>
<blockquote><p>In den letzten 15, 20 Jahren war Feminismus gewissermaßen einerseits in Richtung systemintegratives gender mainstreaming und andererseits Solidarität mit Trans- und Intersexuellen verschoben.<br />
Ohne sowohl die Notwendigkeit einer solchen Solidarität als auch die Notwendigkeit des Kampfes um Reformen auch unter den gegebenen Bedingungen zu bestreiten, ist doch festzustellen, dass beides dazu führte, dass revolutionärer Feminismus wie auch die revolutionäre Linke im allgemeinen weitgehend von der politischen Bühne verschwand und klassische feministische Themen wie Männergewalt gegen Frauen, Hausarbeitsverteilung in den Hintergrund rückten.<br />
Die Slutwalks bedeuten gegenüber einer solchen Entwicklung einen politischen Einschnitt von historischer Tragweite: Das Geschlechterverhältnis zwischen Männern und Frauen ist zurück auf der politischen Tagesordnung!<br />
Die männerfreundliche Strategie des ‚Allen wohl und niemandem weh’, die sowohl in der Rhetorik von gender mainstreaming als auch von deutscher queer politics artikuliert wird, wird von jeder Vergewaltigung einer Frau durch einen Mann; durch jedes Klo, das ein Mann sich zu putzen weigert; durch jeden Cent, den ein Mann mehr verdient als eine Frau; durch jede Frau, der durch einen Mann das Wort abgeschnitten wird, als illusorisch erwiesen.<br />
Wir wollen bei der Veranstaltung diskutieren, ob es möglich ist, diesen neuen feministischen Impuls der Slutwalks jenseits von Kampagnenpolitik und event-hopping zu verstetigen und organisatorische Verbindlichkeit zu geben.</p></blockquote>
<p style="text-align:justify;">Abgesehen davon, dass diese Diskussion überhaupt keine war, sondern gleich zu Beginn völlig unstrukturiert aus dem Ruder lief und die Vertreterin der FrauenLesben-Gruppe AMIGA gegen Ende sogar mit diskriminierenden Aussagen aufwartete, hätte ich wohl den Text etwas genauer lesen sollen, um festzustellen, dass »revolutionärer Feminismus« sowieso nicht meins ist, weil ich nicht politisch aktiv bin. Nichtsdestotrotz hätte es ja eine spannende Veranstaltung werden können.</p>
<p style="text-align:justify;"><span id="more-1110"></span></p>
<p style="text-align:justify;">Die Frage, die ich mir im Laufe des Abends mehrmals gestellt habe, ist, wer eigentlich dieses »Wir« ist, von dem ständig die Rede war und warum ich auf solchen Veranstaltungen immer wieder den Eindruck bekomme, als gäbe es für einige nur einen »richtigen Feminismus«, neben dem andere Handhabungen keine wirkliche Daseinsberechtigung haben. Diese Aussage lese ich auch aus dem obigen Text heraus, gerade, wenn es darum geht, wohin sich der Feminismus »verschoben« habe, dass »event-hopping« etwas Schlechtes und das Einschließen von Männern doch eher unerwünscht sei.</p>
<p style="text-align:justify;">Sollte nicht jede_r feministisch sein/denken/handeln, wie er_sie es möchte – ob radikal oder akademisch oder eventbezogen oder durch das Schreiben von Texten? Sind Menschen, die »nur« hier und da einen Film ob seiner sexistischen Darstellungen auseinandernehmen oder »nur« an ausgewählten feministischen Veranstaltungen teilnehmen, anstatt einen Großteil ihres Lebens dem Aktivismus zu verschreiben (da die zeitlichen/finanziellen/nervlichen Ressourcen fehlen), also keine Feminist_innen? In meinen Augen sind die das sehr wohl; es gibt schließlich kein Patent auf das Wort! Daher finde ich es lächerlich, wenn sich dann einige Menschen hinsetzen, »den Feminismus« anderer schlechtreden und meinen, sie seien was Besseres, nur weil sie es so und so und nicht so tun.</p>
<p style="text-align:justify;">Gesamtgesehen schließt wahrscheinlich jede Art des Aktivismus irgendeine_n in irgendeiner Weise aus, oder? Ob (Cis-)Männer und/oder Trans*menschen mitmachen dürfen oder nicht (wer will das überhaupt prüfen?), ob die Sprache akademisch ist oder nicht, wann und wo eine Veranstaltung in welcher Form stattfindet und so weiter.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich glaube auch ehrlich gesagt nicht, dass es jemals einen wirklichen Konsens geben wird; vielleicht ist er auch gar nicht nötig, um etwas zu erreichen? Was aber nötig ist, ist gegenseitiger Respekt oder wenigstens die Akzeptanz, dass jede_r ganz eigene Beiträge leistet, so wie sie_er will oder kann; ob in reinen (Cis)-Frauengruppen, in FLT*-Gruppen, in komplett gemischten Gruppen, vielleicht sogar in reinen (Cis-)Männergruppen, in <abbr title="Gay Lesbian Bisexual Transsexual">LGBT</abbr>-Gruppen, in queeren Gruppen, in akademischen Gruppen, in politischen Gruppen, <em>außerhalb</em> jeglicher Gruppen und in allen Gruppen, die ich jetzt vergessen habe oder die sich untereinander überschneiden. Gegenseitig zuhören, voneinander lernen oder wenigstens akzeptieren, dass es unterschiedliche Herangehensweisen gibt.</p>
<p style="text-align:justify;">Natürlich ist das nicht immer leicht, vor allem, wenn mensch von den eigenen Ansichten und Vorgehensweisen überzeugt ist – ich bin wahrscheinlich nicht die Einzige, die sich das immer mal wieder vor Augen führen muss.  Aber ohne diese Selbstreflektion treten, so glaube ich zumindest, viele Menschen mit »feministischer Einstellung« auf der Stelle oder behindern sich sogar gegenseitig. Und dann gibt es am Ende überhaupt kein Ergebnis, so wie gestern Abend&#8230; oder, sogar schlimmer, andere mit neuen Ideen und Vorschlägen werden gleich so abrupt in ihre Schranken verwiesen, dass sie zukünftigem Aktivismus gleich wieder den Rücken kehren&#8230;</p>
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